Di, 21. November 2017

Marke BMW integriert

26.01.2017 21:18

Pappas-Gruppe macht Tempo

Die Geschwister Alexander und Catharina Pappas stehen an der Spitze des milliardenschweren Salzburger Mercedes-Imperiums: Jetzt geben sie die Verantwortung an das Management ab. Der Autoriese strukturiert um und will noch stärker in die Zukunft gehen. Die frühere BMW-Frey-Gruppe wurde voll integriert.

Donnerstag früh in der Pappas-Zentrale beim Salzburger Flughafen: CEO Friedrich Lixl hat es eilig. Er muss heute noch nach Wien und nach Stuttgart. Und er hat wesentliche Neuerungen zu berichten: Das Imperium mit dem Stern wird neu aufpoliert und strukturiert um.

Pappas-Eigentümer geben Verantwortung ab

Die Eigentümer-Familie zieht sich aus dem Tagesgeschäft vermehrt zurück und überträgt alles an das Management, das als Trio aufgestellt wird: Neben CEO Lixl noch Kai Droge und ein weiterer Manager-Job ist noch offen. Die knapp 2800 Mitarbeiter haben in der neuen Struktur keine Auswirkungen wie den Abbau von Jobs zu befürchten.

Das gesamte Autogeschäft wird in der Pappas Holding zusammengeführt. Das heißt im Detail: Die früheren BMW-Frey-Betriebe wurden seit der Übernahme vor zwei Jahren noch separat in der CP Auto-GmbH von Catharina Pappas geführt. Jetzt kommt alles unter ein Dach. Lixl: "Wir konnten zwei sich eigentlich konkurrierende Marken gut positionieren." Denn Pappas fuhr 2016 überall Rekorde ein: Bei BMW war es sogar ein Plus von knapp 30 Prozent. Insgesamt stieg der Pkw-Verkauf um 11,4 Prozent. Vor allem auch in Ungarn feierte Pappas große Erfolge. Im Flottenvertrieb könne man mit modernen Motoren punkten, heißt es.

Der Zusammenschluss ist bereits genehmigt. Pappas will die Marken jetzt klar trennen. Vertrieb und Service werden länderübergreifend geführt. An der Alpenstraße baut Pappas einen neuen Jaguar-Schauraum. Das Projekt ging am Mittwoch bereits durch den Gestaltungsbeirat.

Autobranche ist gefordert

"Nahezu alle Marken bieten neue attraktive Modelle an", rechnet Pappas-Chef Lixl mit einem weiterem Anstieg im Verkauf. Bis 2025 soll es einen E-Anteil von rund 30 Prozent geben. In Zukunft will der Familienkonzern nach innovativen Lösungen suchen und die Geschäftsfelder erweitern. Denkbar ist für Lixl auch ein Einstieg im wachsenden Car-Sharing-Markt: "Wir wollen das Angebot auf das Land erweitern."

SABINE SALZMANN

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