So, 19. November 2017

Ankara tobt

26.01.2017 16:49

Athen: „Putschisten“ werden nicht ausgeliefert

Jene türkischen Soldaten, die nach dem gescheiterten Putschversuch in ihrem Land im Sommer des vergangenen Jahres mit einem Hubschrauber nach Griechenland geflohen waren und dort um Asyl angesucht hatten, dürfen nicht an ihr Heimatland ausgeliefert werden. Dies hat der Oberste Gerichtshof in Athen am Donnerstag in letzter Instanz entschieden. Die Regierung in Ankara kritiserte das Urteil und warf den griechischen Behörden vor, Putschisten zu schützen.

Die griechischen Institutionen hätten im Kampf gegen den Terrorismus versagt und gegen internationale Prinzipien verstoßen. Ihre Entscheidungen seien offenbar politisch motiviert, hieß es in Ankara. Die Türkei werde an ihrer Forderung nach der Auslieferung der Soldaten festhalten. Nun seien auch Haftbefehle gegen die acht türkischen Staatsbürger erlassen worden.

Soldaten bestreiten Beteiligung an Putsch
Die acht Soldaten waren Mitte Juli 2016 mit ihrem Hubschrauber in Nordgriechenland gelandet und hatten um Asyl gebeten. Die türkische Regierung hat sie als Verräter bezeichnet und von Griechenland ihre Auslieferung verlangt. Die Soldaten bestreiten jegliche Beteiligung am gescheiterten Putsch gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan.

Da befürchtet wurde, dass den Türken in ihrem Heimatland kein fairer Prozess blüht und womöglich auch Folter droht, folgte das Oberste Gericht der Auffassung der Staatsanwaltschaft. Zudem ordnete das Gericht an, dass die acht Männer aus der Untersuchungshaft entlassen werden.

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