Fr, 24. November 2017

Kontakt nach Wien

24.01.2017 16:55

„IS-Kinder“: Bub (12) legte sogar Nagelbombe!

Die Terror-Bande rund um den sich mittlerweile in U-Haft befindlichen 17-jährigen Lorenz K. ist um ein Mitglied reicher - und dieses ist ebenfalls noch strafunmündig! So gibt es Verbindungen zu jenem zwölfjährigen Deutsch-Iraker, der vor Weihnachten versucht hatte, im deutschen Ludwigshafen zwei Nagelbomben zu zünden.

Ein geplantes Sprengstoffattentat des Buben auf den Ludwigshafener Weihnachtsmarkt scheiterte, weil - wie berichtet - die Bombe nicht zündete. Am 5. Dezember versuchte es der Zwölfjährige erneut und deponierte einen Rucksack mit explosivem Inhalt in einem Gebüsch nahe dem Rathaus. In diesem Fall konnte ein Hinweis die Terrortat verhindern.

Bislang vier Mitglieder der Wiener Terrorzelle bekannt
Damit sind bislang vier Mitglieder der Wiener Terrorzelle bekannt, die untereinander durch Internet-Chats oder aber auch persönlich miteinander in Kontakt standen.

Ebenfalls noch unmündig ist jener Bub (12) mit mazedonischen Wurzeln, dessen Familie bereits seit zweieinhalb Jahren vom Jugendamt begleitet wird. Der Bub hatte sich geweigert, die Schule zu besuchen, die Eltern waren offenbar schlichtweg überfordert. Nachdem Staatsschützer sein Kinderzimmer stürmten und den Computer beschlagnahmten, will das Magistrat 11 nun durchgreifen. "Das Kind kommt in eine fixe Wohngemeinschaft", so deren Sprecherin Herta Staffa. Und ab Mittwoch werde er in den Unterricht begleitet. In der Schule festhalten könne man ihn freilich nicht, meinte die Sprecherin.

Weiteres Mitglied der "Bubi-Terrorzelle" ist der mittlerweile in U-Haft genommene 17 Jahre alte Lorenz K., der mit dem gleichgesinnten 21-jährigen deutschen Konvertit Kevin T. in dessen Wohnung in Neuss mit Schwarzpulver experimentiert hatte.

Mehr als "blödes Gerede eines Jugendlichen"
Laut Ermittlern handle es sich bei den Angaben des 17-Jährigen jedenfalls um mehr als nur "blödes Gerede eines Jugendlichen". Lorenz K. soll sich Bomben-Baupläne aus dem Internet geholt haben. Er und der ebenfalls radikal-salafistische Kevin T. sprachen schon über konkrete Ziele und hätten in der westdeutschen Stadt Neuss zumindest eine "Test-Bombe" aus Böllern gezündet. Sprengstoff wurde freilich keiner gefunden.

Die Radikalisierung des 17-Jährigen begann offenbar während einer einjährigen Haftstrafe im Jugendgefängnis. Zuvor war der Jugendliche bereits durch kleinkriminelle Taten ins Visier der Polizei geraten. Ein mittlerweile verurteilter Wiener Hassprediger gilt als "Idol" des Jugendlichen. Lorenz K. trug zudem einen IS-Ring als Art "Treueschwur" an die Terrorbande.

Kronen Zeitung/krone.at

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