Sa, 18. November 2017

Beste Nahaufnahme

21.01.2017 07:01

„Cassini“ schießt Foto von Saturnmond Daphnis

Die Sonde "Cassini" hat die bis dato beste Aufnahme des winzigen Saturnmondes Daphnis zur Erde gefunkt. Die am 16. Jänner entstandene Aufnahme zeigt den acht Kilometer großen Trabanten, der als sogenannter Schäfermond in der Keeler-Lücke - einem 42 Kilometer breiten Spalt im A-Ring, dem äußersten der hellen, großen Ringe des Gasplaneten - kreist.

Bei Daphnis handelt es sich um einen der kleineren der bis dato bekannten 62 Monde des Saturn. Der kleine Himmelskörper wurde am 6. Mai 2005 auf Bildern von "Cassini" entdeckt, nachdem man seine Existenz bereits zuvor vorausgesagt hatte. Benannt wurde der Mini-Trabant nach dem aus der griechischen Mythologie bekannten Schafhirten und Poeten Daphnis.

Mini-Mond verursacht Wellenmuster
Der kleine Mond umreist den Saturn auf einer fast perfekt kreisförmigen Umlaufbahn in einem mittleren Abstand von rund 136.500 Kilometern von dessen Zentrum, also etwa 73.240 Kilometer über der Wolkenobergrenze des Ringplaneten. Durch seine Gravitation verursacht Daphnis Wellenmuster (siehe Bild) am äußeren Rand der Keeler-Lücke. Der Grund dafür sind laut Experten die unterschiedlichen Relativgeschwindigkeiten der Ringpartikel.

Die zahlreichen Ringe des Saturn sind durch scharf umrissene Lücken voneinander abgegrenzt. Der innerste davon beginnt bereits 7000 Kilometer über der Oberfläche des Planeten und hat einen Durchmesser von 134.000 km, der äußerste hat einen Durchmesser von 960.000 km. Nach der Reihenfolge ihrer Entdeckung werden die größten Ringe - von innen nach außen - als D- , C- , B- , A- , F- , G- und E- Ring bezeichnet.

Sonde kreist seit 2004 um den Saturn
Die Sonde "Cassini" - ein gemeinsames Projekt der Weltraumbehörden der USA, Europas sowie Italiens - wurde 1997 auf die Reise geschickt und umkreist seit dem Jahr 2004 den Saturn. Seitdem untersucht die Raumsonde den Planeten und seine Monde.

Die höchst erfolgreiche Mission wurde bereits mehrfach verlängert, aktuell ist ihr Ende für September 2017 geplant. Dann wird der Treibstoffvorrat der Sonde aufgebraucht sein und "Cassini" soll kontrolliert in der Atmosphäre des Ringplaneten gesteuert, wo sie verglühen wird.

Wilhelm Eder
Redakteur
Wilhelm Eder
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