Mi, 22. November 2017

Viel zu unsicher!

20.01.2017 12:22

Secret Service nimmt Trump sein Smartphone ab

In den letzten Tagen wurde das Twitter-Werkzeug des künftigen US-Präsidenten Donald Trump noch stark beansprucht, doch nun muss der neue Mann im Weißen Haus sein Android-Smartphone abgeben. US-Berichten zufolge hat der Secret Service das Samsung-Smartphone des künftigen Präsidenten eingezogen und ihm ein supersicheres Präsidentenhandy überreicht. Dass er damit uneingeschränkt twittern kann, ist unwahrscheinlich.

Das berichtet der Technikblog "Engadget" unter Berufung auf US-Medien. Demnach habe Trump bisher ein Samsung Galaxy für seine Twitter-Ausbrüche verwendet, das er nun aber wegen Sicherheitsbedenken abgeben musste. Stattdessen habe ihm der Secret Service ein speziell abgesichertes iPhone mit neuer Telefonnummer überreicht, die nur handverlesene Kontakte kennen.

Auch Obama musste Handy abgeben
Schon Trumps Vorgänger Barack Obama musste bei seinem Amtsantritt 2009 seinen geliebten Blackberry abgeben und stattdessen ein Hochsicherheits-Smartphone nutzen, mit dem er nur ausgewählte Kontakte anrufen, keine Apps installieren, keine Fotos knipsen und keine Musik abspielen konnte.

Später soll Obama zwar ein moderneres Präsidenten-Smartphone - dem Vernehmen nach ein modifiziertes iPhone - bekommen haben, doch auch damit konnte er nur eingeschränkt E-Mails senden, im Netz surfen und Nachrichten lesen.

Zum Twittern habe Obama - beziehungsweise ein dafür zuständiger Mitarbeiter - deshalb ein Zweitgerät genutzt, heißt es in den Berichten.

Datenschutz wichtiger als Funktionsumfang
Ähnliches könnte nun auch Donald Trump blühen: Für den Secret Service sind Datenschutz und Sicherheit wichtiger als der Funktionsumfang, immerhin hat der neue Besitzer des Handys die Kontrolle über ein Atomwaffenarsenal. Gut möglich, dass auch Trumps Präsidentenhandy nur über eingeschränkte Fähigkeiten verfügt und er damit nicht ohne weiteres twittern kann.

Wie Trump auf sein neues Präsidentenhandy reagiert, muss sich erst zeigen. Angesichts des Funktionsumfangs erscheint aber zumindest eines wahrscheinlich: Barack Obama könnte schon bald in einem Handyshop vorstellig werden und sich nach einem Smartphone umsehen, auf dem er wieder Herr über sein Gerät ist.

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Dominik Erlinger
Redakteur
Dominik Erlinger
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