So, 22. Oktober 2017

Pole gefasst

14.01.2017 17:16

Spielzeugverkäufer kommt als Einbrecher zurück

Der Spielzeugverkäufer ist der Einbrecher! Ein Pole spioniert Siedlungen aus und kommt, falls er eine Chance wittert, als Einbrecher zurück. In Wilhering weckte der Krach Vater (50) und Sohn, sie verjagten den Täter. In Feldkirchen/D. wurde er beim Ausspionieren beobachtet, in St. Georgen/G. wurde ein Verdächtiger gefasst.

Der etwa 40-jährige, große, schlanke Pole mit dunkelblonden Haaren geht mit einer schwarzen Laptoptasche von Haus zu Haus und breitet - wenn geöffnet wird - eine Sammlung von Holzspielzeug aus, bietet es zum Verkauf an. Dabei wachelt er mit einem polnischen Fantasieausweis und entschuldigt sich, dass er kaum Deutsch kann.

Am Donnerstag war er in Wilhering unterwegs
Doch das ist alles nur Tarnung, damit er einen offiziellen Grund hat, anzuläuten. Am Donnerstag war er in Wilhering unterwegs und hat in einer Siedlung offenbar ein lohnendes Ziel gefunden. Denn er kam um 2.30 Uhr zurück, um mit einem Akku-Bohrer den Türzylinder zu knacken. Dabei machte er aber so viel Lärm, dass Vater und Sohn im Haus geweckt wurden. Das Duo erwischte den Einbrecher in flagranti, doch er konnte weglaufen und rasch in ein Fluchtauto springen.

Revier verlegt
Der misslungene Coup vertrieb den Ganoven aber nicht, er verlegte sein Revier nur über die Donau ins Mühlviertel und war am Freitag, rund zehn Stunden später, dann in Feldkirchen an der Donau unterwegs. "Uns erreichten mehrere Anrufe aufmerksamer Bürger aus der Audorf- und Lauterbachsiedlung, denen das Auftreten des Mannes verdächtig vorkam", sagten Polizisten, die am Freitag aber den Verdächtigen nicht mehr finden konnten.

Am Samstag wurde ein verdächtiger Spielzeugverkäufer in St. Georgen/G. gefasst - eine Gegenüberstellung mit den Opfern wird Klarheit bringen, ob er der gesuchte Einbrecher ist.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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