Mo, 23. Oktober 2017

Gefährliche Wechsel

13.01.2017 22:53

Die Plattformen verdienen mit

"Zusatzleistungen und moderne Preismodelle, wie wir sie bieten, lassen sich auf einer Vergleichsplattform leider nicht abbilden", betont Michael Baminger. Der Geschäftsführer der Stromvertriebsfirma Enamo kritisiert, dass dadurch das Bild sehr verzerrt wird und somit den Kunden wichtige Infos fehlen.

Immer öfter werden kommerzielle Online-Portale gegründet, die mit wechselwilligen Stromkunden Geld verdienen wollen. "Eines der neuesten ist das Portal der österreichischen Post, auf dem alle Anbieter aufgelistet sind. Allerdings werden nur die Preise im ersten Jahr verglichen", sagt Enamo-Geschäftsführer Michael Baminger.

Bis zu 800 Prozent mehr
Wechselt ein Kunde mittels Plattform zu einem neuen Anbieter, erhält der Betreiber der Seite eine Provision. Dass dabei der Kunde oft im zweiten Jahr um bis zu 800 Prozent mehr Energiepreis bezahlt als im ersten Jahr, wissen viele Kunden nicht.  "Derzeit werden  hohe Einmalrabatte geboten, die den Wechsel interessant machen. Wichtig ist, einen Blick darauf zu haben, wie es im zweiten Jahr weitergeht", warnt eControl-Chef Wolfgang Urbantschitsch. Ohne finanzielle Interessen vergleicht der Tarifkalkulator der eControl die tagesaktuellen Strompreise in Österreich.

Etablierte Firmen, wie  Energie AG und Linz Strom, haben  hier aber Nachteile, da etwa Zusatzangebote, zum Beispiel Gratisstromtage oder Zeitzonen-Modelle, dabei nicht berücksichtigt werden.

Barbara Kneidinger, Kronen Zeitung

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