Di, 17. Oktober 2017

Feuerwehr:

13.01.2017 17:27

Einsatzstatistik und Rüge für das B.M.I.

Ob Feuer, Unfälle, Unwetter, ja sogar Grenzschutz - unsere Feuerwehren lassen uns nie im Stich! Beim Neujahrsempfang des Landesfeuerwehrverbandes wurde die Statistik 2016 präsentiert, aber auch auf Wünsche und Missstände hingewiesen. So wurde etwa das Bundesministerium für Inneres in die Pflicht genommen.

1472 Menschen, 1856 Tiere - so viele Leben retteten die steirischen Feuerwehren im Jahr 2016. Zu 46.476 Einsätzen wurden die Florianis gerufen. "Freude und Leid liegen bei uns nah aneinander", sagte Feuerwehrpräsident Albert Kern bei seiner Neujahrsempfangs-Rede. Viele Unwetter hielten die Feuerwehren auf Trab, aber auch beim Grenzmanagement halfen sie über den gesetzlichen Auftrag hinweg aus. Und da hat Kern ein Hühnchen mit dem B.M.I. zu rupfen: "Es wurden die Gerätekosten refundiert, aber nicht die Personalkosten. Man hat uns mit ,für Ehrenamtliche gibt's nix' abgefertigt. Es geht nicht ums Geld, aber ums Prinzip, sowas macht man nicht!" Auch im Katastrophenschutz sind Verbesserungen nötig. Kern: "Wir müssen weg von bürokratischen, föderalistischen Hürden!"

Natürlich stand das Positive dann im Vordergrund: Franz Ganster von der FF Langenwang wurde geehrt. Er zog einen Mann, der mit seinem Kran in eine 110-kV-Stromleitung kam und dessen Kleidung bereits brannte, aus dem Führerhaus und rettete ihm so das Leben. "Ich bin  Elektriker und wusste, dass es gefährlich werden könnte", blickt Ganster zurück und freut sich über die Auszeichnung.

Monika Krisper, Kronen Zeitung

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