Fr, 20. April 2018

Nukleares Nordkorea

16.10.2006 20:46

Geheimdienst: Atomtests von Nordkorea waren echt

Der US-Geheimdienst hat am Montag bestätigt, dass der nordkoreanische Test vom 9. Oktober tatsächlich ein Atomwaffentest war. Luftproben, die ein US- Militärflugzeug am 11. Oktober genommen hatten, konnten radioaktive Strahlung nachweisen. Die Sprengkraft der unterirdischen Explosion nahe der Küste war allerdings geringer als die einer Kilotonne TNT. Bisher gab es keine offiziellen Beweise für den Atomwaffentest.

Washington drängt nun darauf, dass die vom UNO-Sicherheitsrat beschlossenen Strafmaßnahmen rasch umgesetzt werden. US-Außenministerin Rice erklärte, sie hoffe, dass China, das sich im Sicherheitsrat nur schwer von den US-Vorschlägen überzeugen ließ, die Sanktionen gegen das nordkoreanische Regime befolgt. Die Ministerin will noch diese Woche Gespräche in Japan, Südkorea, China und Russland führen, um die Durchsetzung der Sanktionen sicherzustellen.

Auch Japan befürwortet eine rasche Umsetzung der Sanktionen gegen Nordkorea. Zudem soll aber auch eine Wiederaufnahme der Sechs-Länder-Gespräche über das nordkoreanische Atomprogramm forciert werden. China betonte wenig später, die Umsetzung der UNO-Sanktionen gegen Pjöngjang zu unterstützen. Fracht aus Nordkorea wird auf Waffen kontrolliert. Außerdem begann Peking mit der Sicherung seiner Grenze zu dem Nachbarland durch einen meterhohen Zaun aus Beton und Stacheldraht.

Australien sperrte seine Häfen für nordkoreanische Schiffe. Südkorea bekräftigte, die UNO-Resolution befolgen zu wollen. Der künftige UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon bot Nordkorea indes direkte Gespräche an. Nordkorea zeigte sich unterdessen weiter kämpferisch. Die Nummer Zwei der Regierung, Kim Yong Nam, erklärte, Pjöngjang werde die Streitkräfte weiter stärken und „einen finalen Sieg im historischen Kampf mit den USA“ erzielen.

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