Sa, 25. November 2017

Polizeifunk gehört?

11.01.2017 08:40

Möchtegern-Sani vom Dienst im Spital suspendiert

Mit Blaulicht und Uniform war ein "falscher Sanitäter" bei einem Busunfall am Mondsee aufgetaucht und ließ sich sogar noch vom TV interviewen. Jetzt gibt es für den 56-Jährigen Konsequenzen im Job: Er arbeitet im nicht-medizinischen Bereich der Salzburger Landeskliniken (SALK), seit Dienstag ist er vom Dienst suspendiert.

Dezeit laufen Prüfungen, da der Mann schon mehrmals mit Blaulicht ausgefahren sein und den Polizeifunk mitgehört haben soll. Geltungsdrang sei das, heißt es. Kollegen kennen ihn aber auch als "kommoden Typen", der anderen gern hilft, es damit jedoch völlig übertrieben hat.

Der Hobbysanitäter ist langjähriger Mitarbeiter in der Doppler-Klinik. Früher war er auch als Pflegehelfer tätig. Da soll es aber zu Problemen gekommen sein, eine Abmahnung folgte. Eine Verletzung der Dienstpflichten stand im Raum, der Mitarbeiter wurde schließlich vom Pflegebereich abgezogen.

Hatte auch Ärztekoffer dabei
Ein Leben als Sanitäter ist wohl sein Berufstraum: Sogar einen Ärztekoffer hatte der 56-Jährige beim Unfall am Mondsee sofort bei der Hand. Jetzt wird geprüft, woher die Utensilien stammen und ob er auch Patienten verarzten wollte. In der Klinik sitzt der Hobbysanitäter an der Quelle, er kann sich zu Medikamenten leicht Zugang verschaffen.

Jetzt muss der 56-Jährige also nicht nur mit einer Strafe rechnen, auch die berufliche Zukunft ist ungewiss: "Er wurde suspendiert, bis alles geklärt ist", bestätigt die Kliniksprecherin Mick Weinberger.

Kronen Zeitung

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