Fr, 19. Jänner 2018

14.10.2006 16:20

Denkbare Lösung

Das freie Wort

Die Verlogenheit der ganzen Pflegenotstandsdiskussion beruht ausschließlich auf der Tatsache, dass die Sozialgesetzgebung einschließlich Arbeitsrecht mit den Erfordernissen der 24-Stunden-Betreuung eines pflegebedürftigen Menschen nicht vereinbar ist! Aber da die phantasielose Politik aus ideologischem Bestemm stur bleibt, ist eine Lösung nicht absehbar, von der Finanzierung gar nicht zu reden!


Eine 24-Stunden-Pflegebedürftigkeit heißt nicht 24 Stunden Arbeit, sondern vielleicht 3-5 Stunden tägliche Arbeit, aber über 24 Stunden unvorhersehbar verteilt. Das ist mit dem geltenden Arbeitszeitgesetz nicht zu lösen!


Davon abgesehen dürfen nur hoch qualifizierte Diplompflegerinnen gegen Entgelt eigenverantwortlich diese Pflege leisten, was für die erforderlichen Tätigkeiten wiederum eine unfinanzierbare Überqualifikation darstellt!


Denkbares Lösungsmodell: Für die häusliche Privatpflege werden zunächst einmal provisorisch alle gesetzlichen Regulative außer Kraft gesetzt und das Ganze dem Marktgesetz von Angebot und Nachfrage alleine überlassen. So kristallisiert sich schnell ein neues Berufsbild heraus, das später den adäquaten gesetzlichen Rahmen bekommen könnte!




Dr. Gernot Stöckl, Feldbach
erschienen am So, 15.10.
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden