Di, 17. Oktober 2017

IS-Video schockiert

09.01.2017 11:01

Kind (4) muss „Spion“ mit Schüssen hinrichten

In einem neuen Propagandavideo, veröffentlicht am Sonntag, prahlt die Terrormiliz Islamischer Staat einmal mehr mit ihrer Blutrünstigkeit. Der 18 Minuten lange Clip zeigt Kinder - eines von ihnen erst etwa vier Jahre alt -, die Gefangene des IS bestialisch ermorden. Der Schauplatz des schrecklichen Treibens: ein ehemaliger und mittlerweile vom Zerfall gezeichneter Vergnügungspark.

Die Botschaft der grausamen Szenen: Die gegen den IS vollführten Angriffe der USA würden selbst Kinder dazu bewegen, sich der Terrormiliz anzuschließen und Amerikaner zu töten. Aufgenommen wurden die erschreckenden Szenen, die einmal mehr auf professionelle Art zu einem wahren Gräuelvideo zusammengesetzt wurden, in Syrien.

So zeigt der Clip zunächst einen Buben - nicht älter als neun oder zehn Jahre alt - der fröhlich, nahezu ausgelassen einer öffentlichen Steinigung beiwohnt. Danach folgt, wie zumeist in IS-Propagandavideos, die erzwungene Beichte dreier Gefangener, die der "Spionage" beschuldigt werden.

Siebenjähriger enthauptet "Spion"
Danach wechselt die Szenerie, zu sehen ist ein mittlerweile völlig heruntergekommener früheren Vergnügungspark. Eines der Opfer ist mit Kabelbindern an eines der Fahrgeschäfte gebunden, gänzlich seinem Peiniger ausgeliefert. Der allerdings ist kein erwachsener Mann, sondern ein erst etwa Siebenjähriger, dem ein Messer überreicht wird.

Der Bub verschließt dem Gefangenen mit einer Hand die Augen und wartet auf das Zeichen eines erwachsenen Dschihadisten, ehe er dem Mann kaltblütig die Kehle durchschneidet und ihn schließlich enthauptet. Nach der schrecklichen Tat wischt der Bursch im Volksschulalter ohne weitere Gefühlsregung das Messer an dem ehemals weißen T-Shirt seines Opfers ab. Die Szene endet, als sich das Fahrgeschäft mit dem abgetrennten Kopf langsam in Bewegung setzt.

Vorschüler ermordet Gefangenen mit fünf Schüssen
Darauf folgt der grausame Mord des zweiten Gefangenen, der an das Gitter eines einst mit bunten Bällen gefüllten Kinderspielplatzes gebunden ist. Sein Henker ist gerade einmal vier oder fünf Jahre alt, bekommt von einem Dschihadisten eine kleine Pistole überreicht, die der Bub kaum in Händen halten kann.

Fünf Schüsse gibt das kleine Kind auf den vermeintlichen Spion ab, hält danach begeistert die Waffe in Höhe und schreit zweimal "Allahu akbar" - "Gott ist groß".

Kinderbummelbahn wird zu Schauplatz des Schreckens
Der letzte Gefangene - seine Hände sind am Rücken gefesselt - wird nahe einer früheren Kinderbummelbahn hingerichtet. Ein etwa zwölf Jahre alter Bub stößt den Mann zunächst zu Boden, die Kamera schwenkt und zeigt den etwa Vier- bis Fünfjährigen, der zuvor das zweite Opfer erschoss.

Mit erstarrter Miene gibt er per Geste den Befehl, dem Gefangenen die Kehle durchzuschneiden. Der etwa Zwölfjährige führt daraufhin die Order aus und stößt seinem Opfer zuletzt das zuvor verwendete Messer in den Rücken, ehe er die Szenerie verlässt.

"Jihadi Junior" tötete per Knopfdruck
Es war nicht das erste IS-Video, das Kinder als Mörder zeigt und für Propagandazwecke benutzt. Im Februar des Vorjahres hatte der erst vierjährige Isa - von britischen Medien "Jihadi Junior" genannt - per Fernzünder ein Auto in die Luft gejagt, in dem ebenfalls vermeintliche Spione saßen.

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