Fr, 17. November 2017

Wegen „Fake News“

09.01.2017 09:06

Hammerschmid: „Digitale Kompetenz als Schulfach“

In Zeiten von "Fake News", die sich in sozialen Netzwerken breitmachen, ist es oft selbst für Internet-Profis schwer, die Einbildung von Tatsachen zu unterscheiden. Um dem entgegenzuwirken, will Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) künftig den Unterricht "digitaler Kompetenzen" an Schulen ausbauen - eventuell sogar als eigenes Schulfach.

Informationen aus dem Internet solle man kritisch hinterfragen und niemanden im Netz bloßstellen, so Hammerschmid gegenüber Ö3. Diese Kompetenzen will sie bereits im Unterricht der Volksschulen verankern - ob als eigenes Fach oder in bestehenden Fächern integriert, sollen die Schulen mitbestimmen können.

Experten hatten in der jüngsten Debatte um falsche Nachrichten, die in sozialen Netzwerken die Runde machen, immer wieder mehr Aufklärung statt Strafen gefördert. Die Social-Media-Beraterin Judith Denkmayr sieht etwa die Überlegungen, staatlich einzugreifen, allerdings kritisch. "Wir wollen eigentlich gezielt, dass nicht genehme Inhalte gelöscht werden, von einem Unternehmen, das am liebsten neutral bleiben möchte", warf Denkmayr ein. "Es wird mehr Bildung in dem Bereich brauchen, mehr Sensibilisierung, aber ob es Gesetze brauchen wird, da bin ich ehrlich gesagt unschlüssig."

Jugendliche informieren sich im Web
Wie eine Schweizer Studie im Oktober 2016 zeigte, hat sich das Mediennutzungsverhalten von Jugendlichen in den vergangenen Jahren stark verändert. Während Zeitungen und Magazine zunehmend an Bedeutung verlieren, legt das Internet massiv zu. Auch der TV- und Radiokonsum nimmt ab. Die Jungen informieren sich stattdessen zunehmend über Social-Media-Kanäle, dabei bevorzugen sie seichtere Unterhaltung.

Michaela Braune
Redakteurin
Michaela Braune
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