So, 17. Dezember 2017

Gaißau-Hintersee

07.01.2017 21:07

Erster Skitag im Winterparadies

Heute im chinesischen Glückskeks für Gaißau-Hintersee: Der erste, traumhafte Skitag mit hunderten begeisterten Skifahrern. Das tut gut nach der Zitterpartie, wann vom chinesischen Haupteigentümer Zhonghui Wang "Go" und Geld für den Liftbetrieb kommt. Am Samstag füllte sich der Parkplatz auf Hinterseer Seite schon ab 8 Uhr, viele wollten die ersten sein, trotzten den arktischen Temperaturen.

Mit dabei auch die "Krone", die mit Minderheitsgesellschafter und Hotelier Albert Ebner eine Runde machte. Fazit: Aufbruchstimmung, Erleichterung, Winterwunderland und ein Hauch von Hoffnung. Angela Walkner von der Latschenalm: "Wir haben schon überlegt, wie es wird, wenn wir die Vorräte wieder ins Tal bringen müssen. Die Unsicherheit war unerträglich. Zwar kommen viele Tourengeher herauf, aber mit dem Skibetrieb kommt Leben in die Hütte. Herr Wang war ja schon bei uns, machte einen netten Eindruck. Das Reden ist schwierig, er ist mit Dolmetscherin unterwegs." Durchatmen kann Matthias Ebner, Betriebsleiter auf Hinterseer Seite. Seit mehr als 20 Saisonen arbeitet er bei den Bergbahnen und meint: "Es war ein Auf und Ab den ganzen Sommer lang. Als es Ende November hieß, es geht auf jeden Fall weiter, schien alles in Ordnung, aber dann war wieder alles anders. Wie es genau und langfristig weiter geht, das weiß wohl niemand so ganz genau." Und der Betriebsleiter fügt hinzu: "Vielleicht kümmern wir den chinesischen Eigentümer nicht wirklich, aber die einheimischen Gesellschafter haben sich richtig ins Zeug gelegt, dass es wieder weiter gehen kann."

Während die Mitarbeiter und Hüttenwirte nicht wagen, völlig erleichtert zu sein, war es für die Wintersportler ein erster Skitag mit ungetrübter Freude. Evelyn Schmidlechner aus Thalgau zum Beispiel war mit ihren Kindern unterwegs und restlos begeistert: "Um 8 Uhr sind wir los gefahren und waren unter den ersten am Sessellift. Bis jetzt mussten wir ausweichen. Dass jetzt Gaißau-Hintersee wieder offen ist, ist super."

Mr. Wang will wissen, wie es im Skigebiet läuft
Albert Ebner sah beim Skifahren noch das eine oder andere Detail, das verbessert werden muss, in den letzten Tagen musste alles schnell gehen. "Es ist noch nicht alles in trockenen Tüchern, das stimmt schon. Aber der Haupteigentümer ist sehr interessiert, was sich im Skigebiet tut. Fast täglich schicken wir ihm die Zahlen nach China. An normalen Tagen sind zirka 2.000 Wintersportler hier, an Spitzentagen über 4.000. Dass es heute am ersten Tag so großes Interesse gibt, das wird ihn freuen. Jeder Gast ist ein Zeichen, dass das Skigebiet den Salzburgern nicht egal ist. Und wir können jede Unterstützung brauchen."

Melanie Hutter

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