Mi, 18. Oktober 2017

Hirscher ratlos:

06.01.2017 08:44

„Bin froh, dass ich es ins Ziel geschafft habe!“

Vom Winde verweht: Bei extremen Bedingungen scheiterte Marcel Hirschers Angriff auf seinen  vierten Zagreb-Triumph - nur Platz sechs! Der Halbzeitführende Manuel Feller fiel aus (siehe Video oben) und Manfred Mölgg holte sich den Sieg.

"Mir taugt’s hier immer", war Marcel Hirscher vor dem Slalom in Zagreb zuversichtlich gewesen. Doch dann zeigte die Strecke, auf der er dreimal triumphiert hatte, ihre hässliche Seite, sorgte starker Wind im zweiten Durchgang  dafür, dass der Angriff des Salzburgers nach hinten los ging. Statt dem 100. Stockerl gab es Platz sechs, während Routinier Mölgg jubelte."Ich habe mir geschworen, sollte ich im zweiten Durchgang jemals als Letzter  ins Rennen gehen, dann ziehe ich nicht zurück, sondern fahre voll auf Sieg!"

Feller scheitert am zweiten Tor
Der Fieberbrunner Manuel Feller wollte im Finale keine halben Sachen machen. Und dann wurde es leider nicht einmal eine halbe! Erstes Tor, zweites Tor - und schon war der bittere Einfädler da. Der Traum ist bei extremen Verhältnissen geplatzt. Irre!

Wie das Wetter in Zagreb. Das den Top Sechs mit den Favoriten Marcel Hirscher und Henrik Kristoffersen im ersten Lauf massiven Schneefall bescherte, der ab Nummer 20 abnahm,  später sogar kurz in Sonnenschein mündete. Das wirbelte das sonst gewohnte Klassement gehörig durcheinander. Ehe es vor dem zweiten Lauf, der von Hirscher-Trainer Mike Pircher gesetzt wurde, stürmisch wurde, sogar Werbetransparente eingerollt werden mussten. Marcel wollte voll angreifen, das 100. Stockerl im Weltcup, vielleicht sogar der vierte Zagreb-Sieg in Serie, waren als Vierter noch voll in Reichweite

Ski ließ Hirscher im Stich
Doch dann ging wie bei Feller bei extremen Wind alles daneben - Platz sechs: "Ich weiß wirklich nicht, was da los war. Das war von mir viel zu wenig.  Ich bin nur froh, dass ich es ins Ziel geschafft habe", so Marcel. Der von Beginn weg Zeit verlor, es unten dann mit der Brechstange versuchte. "Der Ski ist schon oft schnell gewesen, diesmal leider nicht."

Für Kollege Feller, der am Premierensieg geschnuppert hatte, tat es ihm leid: "Bitter, aber das wichtigste ist, dass man schnell fährt. Früher oder später steht er ganz oben." Während Feller den Blitz-Ausfall so gelassen wie möglich nahm: "Natürlich sehr schade, aber das ist bei den ersten Toren schon den Besten passiert. Nervös war ich aber gar nicht!"

Mölgg zweitältester Sieger
So war Michael Matt , der sich von Platz neun noch nach vorne katapultierte, als Fünfter  unser Bester: "Super, jetzt ich muss ich nur schauen, dass im Steilhang noch mehr weitergeht." Den der 34-jährige Manfred Mölgg perfekt erwischte, sich acht Jahre nach seinem bisher letzten Sieg durchsetzte. Und sich damit zum zweitältesten Slalomsieger der Weltcupgeschichte hinter Mario Matt machte.

Florian Gröger (in Zagreb), Kronen Zeitung

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