So, 19. November 2017

Ärger nach Bericht

06.01.2017 07:43

„Patientin nach Sex nun bewusstlos (Respekt)“

"Patientin nach Geschlechtsverkehr bewusstlos, braucht einen Rettungswagen", hatte ein Mitarbeiter der Leitstelle bei der Frankfurter Feuerwehr in einen Bericht geschrieben - und das Wort "Respekt" in Klammern angefügt. Der sogenannte Alarmdruck sorgt im Internet seit Längerem für Lacher - und jetzt auch für Ärger. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verrats von Dienstgeheimnissen.

Wie die "Frankfurter Rundschau" berichtete, geistert das Foto des Einsatzberichts seit Mai des Vorjahres durch das Internet. Die Frankfurter Feuerwehr würde die Angelegenheit gerne vergessen - aber immer wieder komme es hoch. Jüngst erreichte es die Stadtverordnete Jutta Ditfurth, die wiederum die "Rundschau" auf das Foto hinwies.

Doch der Fall geht über den Vorwurf des Sexismus hinaus, denn auch Polizei und Staatsanwaltschaft beschäftigen sich laut dem Bericht mit dem Fall. Denn wer auch immer das Foto von dem Bericht gemacht hat, macht sich möglicherweise strafbar - wegen Verrats von Dienstgeheimnissen. Ermittelt wird gegen Unbekannt, einen Verdächtigen gibt es laut Andreas Mohn, dem Sprecher der Brandschützer, nicht. Derartige Papiere bekämen viele Menschen zu lesen.

"Feuerwehr duldet keine sexistischen Bemerkungen"
Der Mitarbeiter, der den Kommentar einst verfasste, sei übrigens scharf gerügt worden, sein Verhalten sei "völlig inakzeptabel" gewesen. "So etwas ist rufschädigend für die Feuerwehr", so Mohn. Spöttische Bemerkungen hätten auf Alarmfaxen, wie die Zettel mit den Anforderungen des nächsten Einsatzes genannt werden, nichts verloren, und sexistische Bemerkungen dulde die Feuerwehr ohnehin nicht, sagte er gegenüber der "Rundschau".

Heike Reinthaller-Rindler
Chefin vom Dienst
Heike Reinthaller-Rindler
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