Fr, 24. November 2017

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05.01.2017 06:07

Tief „Axel“: Stärkste Ostsee-Sturmflut seit 2006

Das Tief "Axel" hat den deutschen Ostseeküsten die stärkste Sturmflut seit 2006 beschert. In den nördlichen Bundesländern Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern kam es zu zahlreichen Überschwemmungen und Schäden.

Betroffen waren etwa die Städte Kiel, Lübeck, Rostock, Warnemünde und Flensburg. Auf der Insel Usedom gab es Abbrüche vom Steilufer - Treppenaufgänge, Imbissbuden und Teile von Strandpromenaden wurden weggerissen.

Pegelstände bis zu 1,7 Meter höher als üblich
Auf Rügen wurden einzelne Deiche überspült, unter Wasser gesetzte Autos mussten abgeschleppt werden. Häuser in Strandnähe liefen teils voll. Teils wurden auch Boote wegen der Sturmflut auf Stege gedrückt. Vor Mitternacht war der Höhepunkt der Flut an vielen Orten erreicht - die Pegelstände lagen meist zwischen 1,5 und 1,7 Metern höher als üblich, in Lübeck wurden 1,79 Meter und in Wismar sogar 1,83 gemessen, wie auf "Pegel Online" registriert wurde. "Es war die stärkste Sturmflut seit 2006", sagte Jürgen Holfert, der Leiter des Wasserstanddienstes Ostsee des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrografie.

Altstadt in Lübeck unter Wasser
In Lübeck wurden mindestens acht Autos aus überfluteten Bereichen gezogen. Zugänge zur Altstadt waren für Fußgänger nicht mehr passierbar. Der Einsatzstab in Lübeck sei kurzfristig wegen zunehmender Notrufe personell verstärkt worden, sagte Matthias Schäfer von der Feuerwehr Lübeck. "Viele Leute hatten ihre Häuser nicht genügend gesichert, wir mussten die Objekte mit Sandsäcken schützen."

In Rostock waren in einem Bereich von zwei Kilometern entlang der Warnow viele Häuser gefährdet. Die Straße am Strande war über mehrere Kilometer wegen des Hochwassers gesperrt, in Häuser drang Wasser ein. In Kiel wurde die Uferstraße an der Förde teils überschwemmt.

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