Do, 23. November 2017

„Shit happens“

02.01.2017 06:54

Mariah Careys desaströser Auftritt am Times Square

Mit einem riesigen Kristallball und Konfettiregen haben Zehntausende am New Yorker Times Square den Start ins neue Jahr gefeiert. Auf der Showbühne stand Mariah Carey - und erregte aber weniger mit ihrem äußerst knappen, fleischfarbenen Outfit Aufsehen als mit ihrem desaströsen Playback-Auftritt. Den allerdings nahm sie mit Humor - schuld sei aber nicht sie gewesen.

Aus den zahlreichen Boxen rund um den Platz schallte die Musik des Popstars - doch Mariah Careys Lippenbewegungen auf der Bühne passten nicht dazu. Oder besser gesagt: Meistens hielt sich die Sängern nicht einmal mehr das Mikrofon vor den Mund.

Versuchte sie zunächst, sich mit dem Satz "Ich würde sagen, lassen wir mal das Publikum singen" ein wenig Zeit zu verschaffen, gab sie schließlich ganz auf und redete mehr, als sie sang. "Es ist so, wie es ist", so Carey zwischendurch. Oder: "Wir hatten keinen Soundcheck, aber es ist Silvester, Baby. Es ist okay." Eigenartig der Sager: "Ich wollte auch Urlaub, kann ich keinen haben?" Zumindest ihre Tänzer gaben weiterhin alles, um den Auftritt zu retten.

Als endlich die letzte Töne das Ende ihrer Qual ankündigten, scherzte sie: "Das war ... wunderbar."

Sofort ergoss sich der Spott über die Sängerin:

Sie selbst allerdings nahm es mit Humor -  zumindest am nächsten Tag: Auf Twitter postete die Sängerin ein GIF von sich selbst mit den Worten "Shit happens. Habt ein glückliches und gesundes neues Jahr. Auf dass es 2017 noch mehr Schlagzeilen gibt" - dazu einen Partyhut und zwei Smileys.

Wer den Humor in der Sache allerdings vermissen lässt, ist Careys Managerin, die die Schuld an dem Debakel auf den Veranstalter schiebt. Schon im Vorfeld seien technische Probleme bekannt gewesen, doch seien diese nicht behoben worden - wohl um die Einschaltquoten zu erhöhen, mutmaßte Stella Bulochnikov laut der "New York Times": "Wir werden die Wahrheit nie erfahren, aber ich weiß, dass wir ihnen dreimal gesagt haben, dass ihr Mikrofon nicht funktioniert", so die Managerin. "Ich rufe hier jetzt nicht das FBI auf den Plan, aber es ist, was es ist: Silvesterabend am Times Square. Mariah hat ihnen einen Gefallen getan und sie haben ihren Teil nicht erledigt."

"Verleumderisch, himmelschreiend und offen gesagt absurd"
Die Firma Dick Clark Productions, die für die Silvestershow am Times Square verantwortlich zeichnet, ließ per Statement am Sonntag ausrichten, dass Careys "Leidensgeschichte" nichts mit der Produktion zu tun gehabt habe und dass jede Mutmaßung, dass sie "jemals den Erfolg eines Künstlers absichtlich kompromittieren" würde, "verleumderisch, himmelschreiend und offen gesagt absurd" sei.

Heike Reinthaller-Rindler
Chefin vom Dienst
Heike Reinthaller-Rindler
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