Mo, 23. Oktober 2017

ÖSV-Adler Kraft:

02.01.2017 07:23

„Mit Fans im Rücken kann ich es wieder schaffen!“

Rot-Weiß-Rot darf weiterhin von der Rückholung der Tournee-Krone träumen! Stefan Kraft gab mit Rang drei beim Neujahrsspringen die Gesamtführung an den Garmisch-Zweiten Kamil Stoch aus der Hand. Wieder erlangtes Selbstvertrauen und die zwei Lieblingsschanzen zu Hause machen dem Ex-Tournee-Champ aber Mut. Im Video oben sehen Sie, was Kraft nach seinem Sieg beim ersten Springen in Oberstdorf zu sagen hatte!

Stefan Kraft hat echt eiserne Nerven! Im Finale hatte Lucky Loser Kamil Stoch per 143-Meter-Fabelflug die 20.000 Fans in fassungsloses Staunen versetzt, den Salzburger gehörig unter Druck gesetzt. Mit 137 Metern wie in Durchgang eins hätte der 23-Jährige den Polen Stoch in der Gesamtwertung etwas enteilen lassen. Kraft blieb aber eiskalt, setzte trocken bei 140 Metern auf. Und durfte als Garmisch-Dritter hinter Sieger Tande und Stoch zu Recht jubeln - vor der "Heim-Tournee" mit den Stopps in Innsbruck (4. Jänner) und Bischofshofen (6. Jänner) liegt der Tournee-Champ von 2015 nur läppische 0,8 Punkte hinter Stoch, noch 5,8 vorm Norweger Tande.

Pures Selbstvertrauen
"Mein Selbstvertrauen ist jetzt einfach wieder voll da. Selbst wenn ein Sprung nicht so gut läuft, weiß ich, dass ich im zweiten Durchgang nachlegen kann", genießt die Frohnatur aktuell jeden einzelnen Auftritt. Beim Blick nach vorne auf den Hexenkessel Bergisel steigt Krafts Freude fast ins Unermessliche: "Mit den Fans im Rücken kann ich es wieder schaffen. Wir vorne haben jetzt alle den Druck, wollen alle gewinnen. Mir tut das in jedem Fall gut!"

Mit Innsbruck - nach dem Ruhetag am Montag geht’s dort Dienstag mit der Quali weiter - verbindet der Super-Adler nur Gutes. "Da hab ich erste Weltcup-Punkte geholt, ist die Stimmung immer top. Und Kumpel Michi taugt es da auch. Er wird auf die Einzelsiege losgehen!"

Kuttin lobt Ruhe
Kraft sammelte seit dem Springen Anfang Dezember in Klingenthal 352 Punkte, landet seither im Schnitt auf Rang drei. Der Hintergrund für Cheftrainer Heinz Kuttin: "Stefan ist ruhiger geworden. Da hat sich während der letzten Wochen etwas umgedreht. Jetzt ist er im Training nicht immer ganz vorn dabei. Im Wettkampf kann er aber plötzlich zulegen. Das hat er selbst bewerkstelligt."

Den einen oder anderen Prozentpunkt fand "Krafti" womöglich in der Ernährung: "Wir haben viele Vorträge gehört. Ich mixe mir nach dem Frühstück nun immer einen Smoothie, hab ihn dann beim Springen dabei - damit die Kraft nicht verloren geht!"

Valentin Snobe (Garmisch), Kronen Zeitung

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