Fr, 24. November 2017

Drama in Tirol

02.01.2017 06:47

Bergsteiger stürzt bei Rettungsversuch in den Tod

Es war ein unbeschwerter Start in das Jahr 2017 auf einer Hütte im Tiroler Sölden, doch für neun deutsche Freunde endete der Abstieg ins Tal am Neujahrstag mit einer Tragödie: Eine Frau rutschte plötzlich auf dem Steig aus, ein Begleiter wollte sie noch packen und retten, woraufhin beide rund 100 Meter in die Tiefe stürzten. Der Mann kam ums Leben, die Frau überlebte schwer verletzt.

Die neun Freunde beschlossen, einen unvergesslichen Jahreswechsel in Tirol zu verbringen und quartierten sich in der Hütte Hochjoch-Hospiz ein. "Sie verbrachten den Silvesterabend dort. Am Neujahrstag wollten sie das Quartier zu Fuß verlassen", erklärt Bezirkspolizeikommandant Hubert Juen im "Krone"-Gespräch.

Rettungsversuch endete in Tragödie
Doch sie stiegen nicht gemeinsam ab, sondern teilten sich auf. "Vier von ihnen machten sich bereits am frühen Vormittag auf den Weg in Richtung Rofenhöfe. Jeder einzelne von ihnen war gut ausgerüstet", so der Sprecher. Während des Abstiegs passierte dann das Unglück. Die Frau rutschte auf einer Eisfläche aus, der Rettungsversuch eines Mannes um die 30 Jahre misslang, beide stürzten rund 100 Meter ab.

Augenzeugen verständigten kurz nach 11 Uhr die Einsatzkräfte - unter ihnen die Bergrettung, Alpinpolizei sowie der Notarzthubschrauber. "Der Einsatz verlief ohne Probleme, doch leider konnte der Mann nur noch tot geborgen werden", so Juen. Die Frau zog sich beim Sturz schwere Verletzungen zu und wurde in die Klinik Innsbruck transportiert. Die beiden Freunde, die den dramatischen Absturz mit ansehen mussten, erlitten einen Schock.

Jasmin Steiner, Kronen Zeitung/krone.at

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