So, 19. November 2017

Laut Bericht:

31.12.2016 15:37

Russische Hacker griffen US-Stromversorger an

Sind die USA erneut Opfer eines groß angelegten russischen Hackerangriffs geworden? Laut Informationen der "Washington Post" wurde bei einem Stromversorger im US-Bundesstaat Vermont eine Schadsoftware gefunden, deren Code Regierungsbehörden bis nach Russland zurückverfolgt haben sollen. Die Cyberattacke habe für den Betrieb des Unternehmens keine Folgen gehabt, aber die "Verwundbarkeit" des US-Stromnetzes deutlich gemacht.

Dem Bericht zufolge wurde das Unternehmen am Donnerstagabend von der US-Regierung vor einem Hackerangriff gewarnt und überprüfte daraufhin sein System. Das Schadprogramm sei auf einem Laptop gefunden worden, der allerdings nicht mit dem Stromnetz in Burlington verbunden gewesen sei, erklärte der Stromversorger. Der Computer sei umgehend vom Netzwerk getrennt worden. Die Behörden glauben, dass die Angreifer bloß testen wollten, ob sie einen Teil des US-Stromnetzes hacken können.

Nach Cyberattacke Stromausfall in der Ukraine
Im Dezember 2015 hatte ein durch einen Hackerangriff ausgelöster Stromausfall den Westen der Ukraine für mehrere Stunden in Dunkelheit versinken lassen, rund 80.000 Menschen waren betroffen. Russland hatte den Vorwurf, für die Cyberattacke verantwortlich zu sein, zurückgewiesen.

Hackerangriffe auf Demokratische Partei
Laut einem in dieser Woche veröffentlichten Bericht der US-Bundespolizei FBI attackierten russische Geheimdienste in den vergangenen zwei Jahren bereits das Computersystem der Demokratischen Partei von Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton mit betrügerischen E-Mails. Sie setzten ihre Hackerversuche demnach auch nach der Präsidentschaftswahl im November fort.

Wegen dieser Causa hat Washington vor Kurzem die Ausweisung von 35 russischen Diplomaten verkündet. Russlands Präsident Wladimir Putin verzichtete zunächst auf Gegenmaßnahmen - wofür er von Obamas designiertem Nachfolger Donald Trump ausdrücklich gelobt wurde.

Trump lobt Putin: "Ich wusste, dass er sehr schlau ist"
Der Verzicht auf Vergeltung sei ein "toller Schritt" des russischen Präsidenten, schrieb Trump am Freitag auf Twitter: "Ich wusste schon immer, dass er sehr schlau ist!" Trump tritt sein Amt am 20. Jänner an. Der Immobilienmilliardär gilt schon lange als Russland-Freund und plant engere Beziehungen zum Kreml.

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Redaktion
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