So, 22. April 2018

Unglück in New York

13.10.2006 17:29

Todespiloten versuchten waghalsiges Flugmanöver

Dem Todesflug von US-Baseballstar Cory Lidle ist offenbar ein waghalsiges Flugmanöver über New York vorangegangen: Lidle und sein Begleiter hätten vor dem Aufprall am Mittwoch versucht, über dem East River an der Ostseite Manhattans eine sehr enge 180-Grad-Kurve zu fliegen, berichtete die "New York Times" am Freitag. Bei dem Aufprall gegen ein Wohnhaus sind beide Insassen getötet worden.

Das Manöver an der Stelle sei derart kompliziert, dass selbst erfahrene Piloten darauf nach Möglichkeit verzichteten, berichtete die Zeitung. Der 34-jährige Lidle hatte erst im Februar seine Fluglizenz bekommen. Sein Begleiter, der 26 Jahre alte Tyler Stanger, war nach Informationen der Zeitung ein erfahrener Fluglehrer, hatte aber kaum Flugpraxis in dem stark frequentierten Luftraum über Manhattan.

Der East River ist nur etwa 600 Meter breit, was nicht viel für eine solche Kurve ist. Der Flugschul-Besitzer Stanley Anderson sagte der "New York Times": "Es war kein Spielraum für Fehler. Ich würde hier niemals eine 180-Grad-Kurve versuchen, niemals."

Die Ursache des Unfalls, der zunächst schlimme Erinnerungen an die Anschläge vom 11. September 2001 geweckt hatte, war am Freitag weiterhin unklar. Ebenfalls ungewiss blieb zunächst, ob Lidle oder Stanger das Steuer der Kleinmaschine vom Typ Cirrus SR20 führten.

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