Sa, 26. Mai 2018

Europa abgeschlagen

29.12.2016 11:32

Wertvollste Firmen: Apple vor Google und Microsoft

Die 14 wertvollsten Unternehmen an den Weltbörsen kommen allesamt aus den USA, erhob der Beratungskonzern EY. An der Spitze bleibt Apple. Der Börsenwert des iPhone-Herstellers legte seit Mitte des Jahres um fast ein Fünftel auf 625 Milliarden Dollar zu. Dahinter folgen die Google-Mutter Alphabet (552 Milliarden Dollar) und der Computerkonzern Microsoft (492 Milliarden Dollar).

Europa ist im Ranking zum Jahresende weiter zurückgefallen. Nur mehr 23 der 100 Unternehmen mit der größten Marktkapitalisierung kommen aus Europa, bei der gleichen Erhebung im Vorjahr waren es noch 26. Das wertvollste nicht-US-amerikanische Unternehmen ist diesmal der Ölkonzern Royal Dutch Shell, der mit einem Börsenwert von 226 Milliarden Dollar (216 Milliarden Euro) auf Platz 15 landet. Aus Österreich ist kein Unternehmen vertreten.

Die Dominanz der US-Konzerne nimmt weiter zu. So kommen diesmal 59 der 100 wertvollsten Unternehmen aus den Vereinigten Staaten. US-lastig ist neben dem IT- auch der Finanzsektor. Letzterer war in den vergangenen Monaten der eindeutige Gewinner. Die Zahl der Banken, Versicherungen und Investmentkonzerne im Top-100-Ranking stieg von 15 zur Jahresmitte auf 20; ihr Börsenwert legte in dem Zeitraum um 21 Prozent zu.

"USA haben in innovativen Branchen die Nase vorn"
"Die USA haben derzeit gerade in stark innovativen und technologiegetriebenen Branchen eindeutig die Nase vorn", so EY-Experte Gerhard Schwartz. Bezeichnend findet er, dass mit Apple, Alphabet und Microsoft drei Technologieunternehmen das Ranking anführen, von denen das älteste (Microsoft) gerade einmal 41 Jahre alt sei. Zum Vergleich: Von den drei höchstbewerteten europäischen Unternehmen (Royal Dutch Shell, Nestle und Anheuser-Busch InBev) wurde das jüngste (Nestle) im Jahr 1905 gegründet, also vor 111 Jahren.

Das Abschmieren Europas führt Schwartz auf die Schulden- und Wirtschaftskrise, den eher traditionellen Branchenmix in Europa und den gesunkenen Eurokurs zurück. Die US-Dominanz im IT-Bereich, warnt er, werde zunehmend zu einem Standortnachteil Europas.

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