So, 25. Februar 2018

Graz

28.12.2016 19:45

Großzügige "Kummerln"

KP-Mandatare spenden 100.000 Euro von Gehältern. Insgesamt sind schon 1,8 Millionen an Menschen in Not gegangen.

Zeit fliegt, merkt man ja nicht nur am Älterwerden. Nein, zum Beispiel auch am "Tag der offenen Konten", zu dem die KPÖ - unfassbar - bereits zum 19. Mal lädt. Das ist der Tag, an dem die Mandatare der Dunkelroten offenlegen, wie viel von ihren (Polit)-Bezügen sie an in Not geratene Menschen spenden. Eine vorbildliche Aktion, übrigens!

Alsdann genau waren es 102.733,40 Euro, die die beiden Landtagsabgeordneten Claudia Klimt-Weithaler, Werner Murgg und die Grazer Vizebürgermeisterin Elke Kahr in den Sozial-Topf einbezahlten. Dort wandert übrigens alles über 2.300 Euro netto hinein, so die selbst auferlegte Einkommens-Obergrenze der KPler.

Ein kurzer Blick zurück. "Geben ist seliger, denn nehmen", hat der damalige KP-Chef Ernesto Kaltenegger - für einen Kommunisten durchaus unüblich - ein Bibelzitat bemüht, und 1998 damit begonnen des Großteils seines Einkommens zu spenden, seine Nachfolger haben die Tradition fortgesetzt. Bis heute sind unvorstellbare 1.813.569, 18 Euro zusammengekommen.

Und weiter in der Bilanz: Insgesamt konnten mit den mehr als 1,8 Millionen 13.550 Familien in irgendeiner Form unterstützt werden. Wofür war denn nun heuer am meisten Unterstützung nötig? Der ganz normale Lebensbedarf, also das, worüber wir nicht einmal eine Sekunde nachdenken - Schulartikel für Kinder, G’wand, Heilbehelfe - stehen mit 45.500 Euro in der Bilanz. Für die Verhinderung von Delogierungen sind knapp 25.000 Euro draufgegangen, 17.600 waren es für Kautionen oder Mietvertragsgebühren und auch noch 6.700 für Strom- und Heizkosten.

Man sieht, der Problembereich Wohnen steht ganz oben. "Die Verschlechterung bei der Wohnbeihilfe hat zu mehr Not und auch zu großer Verunsicherung geführt," weiß denn auch Elke Kahr vom täglichen Leidensdruck der Menschen. "So viele Menschen wie heuer waren überhaupt noch nie bei mir." Landtags-Klubchefin Claudia Klimt-Weithaler hat zum Schluss noch eine Breitseite für ihre Berufskollegen parat: "Politiker sind durch ihre Bezüge von der Lebensrealität der Menschen weit entfernt. Wer von geringem oder durchschnittlichen Einkommen leben muss, hat Sorgen, die ein Regierungsmitglied gar nimmer nachvollziehen kann."

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