Fr, 25. Mai 2018

Ordinationen voll:

29.12.2016 05:09

Grippewelle erreicht Steiermark früh wie noch nie

Einen Frühstart hat die Grippewelle heuer in der Steiermark hingelegt. "So früh wie lange nicht!", weiß Gerhard Kobinger, Apothekerkammer-Präsident. Auf den Magen-Darm-Virus, der seit zwei Monaten viele Steirer in die Knie zwingt, folgt nun also noch der grippale Infekt - einige hat auch schon die "echte" Grippe erwischt.

Weiterhin zunehmende Influenzavirus-Aktivität. Allein letzte Woche konnten in 70 % der eingesendeten Sentinel-Proben (von Ärzten abgenommenen Proben ihrer Patienten, Anm.) Influenza-Viren nachgewiesen werden", das teilte am Dienstag das Department für Virologie der MedUni Wien mit.

Hundert Patienten pro Tag
Auch in der Steiermark ist die Grippewelle voll ausgebrochen. Allein in Graz müssen mehr als 2000 Patienten das Bett hüten. "Unsere Ordination ist voll", bestätigt Gerald Sieder, Allgemeinmediziner in Hengsberg, der gestern auch schon eine Patientin mit echter Grippe behandelt hat. Dazu die (vergleichsweise harmlosen) grippalen Infekte plus die Urlaubszeit der Kollegen macht in seiner Praxis momentan pro Tag um die hundert Patienten. "Und das ist erst der Beginn", warnt der Mediziner.

Grippe oder nur Infekt?
Doch wie unterscheidet sich jetzt die echte Grippe vom grippalen Infekt? "Die echte Grippe beginnt fulminant mit Fieber, Abgeschlagenheit und Gliederschmerzen, wohingegen der grippale Infekt schleichend mit Halskratzen, Schnupfen und Husten seinen Anfang nimmt", erklärt der Arzt im "Krone"-Gespräch.

Wie vorbeugen?
"Eines der wirksamsten Mittel ist das Händewaschen", verrät uns Franz F. Reinthaler, stellvertretender Leiter des Grazer Hygieneinstitutes, die Zauberformel. "Je öfter man sich die Hände wäscht, umso gesünder bleibt man." Und: Händeschütteln vermeiden, wenn möglich. "Denn, wenn die Nase rinnt, kommt man nicht umhin, sich an die Nase zu fassen. In dem Sekret ist eine hohe Viruslast!"

Wer jetzt allerdings glaubt, der Höhepunkt der Grippewelle ist erreicht, der täuscht sich leider. Der steht uns erst im Jänner bevor.

Eva Stockner
Eva Stockner

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