Sa, 26. Mai 2018

Schnee in Kolsass

28.12.2016 14:54

Junger Tüftler macht sich den Wintertraum selbst

Es grünt so grün in Tirol - doch im Hof eines Anwesens in Kolsass türmt sich die weiße Pracht meterhoch! Tüftler und Maschinenbaumeister Christopher Hölzl (25) baute sich seine eigene Schneekanone und produzierte aus 180.000 Liter Wasser 480 m³ Schnee. Resultat: Ein begehbares Riesen-Iglu mit vielen Finessen.

"Ja, die Leute bleiben spontan stehen und staunen über den riesigen weißen Berg", schmunzelt Christopher Hölzl über das Interesse an seiner weißen Kunst. Weit und breit - erst recht im Inntal - war Weihnachten heuer weiß. Doch hier mitten in Kolsass lebt der weiße Wintertraum. Und er soll noch bis mindestens Ende Februar weiterleben.

Schneekanone als Meisterarbeit

Alles begann vor vier Jahren mit Hölzls Meisterarbeit. Der Swarovski-Techniker baute eine Schneekanone und experimentiert seither mit kleineren Varianten herum: "Am Anfang kam nur Wasser heraus und ich war jedes Mal selbst klatschnass, doch jetzt habe ich die Düsenanordnungen und alles was dazu gehört super im Griff." Auf dem Hof in Kolsass, den die Eltern seiner Freundin betreiben, darf er seine Leidenschaft nach Lust und Laune ausleben.

Statt Schneekanone nur mehr Schläuche & Düsen

Nun beruht die Beschneiung nicht mehr auf einer mannsgroßen Schneekanone, sondern es genügt ein Luft- und ein Wasserschlauch mit einem kleinen aufgesetzten Gerät (genannt Schneikopf), der kaum größer als eine  Spritzpistole ist. Damit wurde in rund neun kalten Nächten der weiße Berg erzeugt. Dank einiger Helfer, viel Muskelkraft und Phantasie entstand daraus ein Iglu mit gewölbeartigem Party-Innenraum, Rutsche für Kinder, Aussichtsturm und Beleuchtung. Jedes Jahr wird das Endergebnis noch ein wenig ausgefeilter.

Schnee für daheim wird auch Geschäftsmodell

Was liegt näher, als die findige Idee auch in ein Geschäftsmodell umzusetzen? Mit Jahresbeginn geht die Homepage www.snow4home.at in Betrieb, damit will der erfolgreiche Bastler seine kleinen Schneeerzeuger an Kunden verkaufen. "Alles was jemand dazu braucht, ist ein Hochdruckreiniger und ein Kompressor. Der Schneikopf selbst kostet 290 Euro", erklärt Hölzl. Zwei Testanlagen wurden schon installiert, Interesse bestehe vor allem von Tourismus-Seite. Ein weißer Gastgarten für die Optik, ein Iglu für die Urlauberkinder, eine Schneebar für Erwachsene - dank Hölzls Technik für wenig Geld kein Problem.

Andreas Moser
Andreas Moser

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