Mo, 20. November 2017

27.12.2016 18:09

Müll-Abfuhren stehen derzeit im Dauereinsatz

Die Geschenke sind ausgepackt, die Festtagsmenüs verspeist - und in den Mülltonnen türmt sich der Abfall. Dieses Bild wiederholt sich Jahr für Jahr. Doch was passiert mit dem Weihnachts-Müll? Fakt ist: Für die Entsorgungsunternehmen in Oberösterreich startete  gestern eine der stressigsten Arbeitswochen des Jahres.

Abfall, der in der Biotonne gelandet ist, Restmüll, Leichtverpackungen und Metall - das sammelt die Linz AG in der Landeshauptstadt ein. "Nachdem für Weihnachten ,auf Teufel komm raus‘ eingekauft wurde, fällt in dieser Woche täglich etwa 20 Prozent mehr Abfall an als in einer normalen Woche", erzählt Erich Ehrentraut,  Abfall-Chef der Linz AG, der daran appelliert, dass wiederverwendbare Dinge wie Bücher oder funktionstüchtige Elektrokleingeräte, in ReVital-Boxen  ins Altstoffsammelzentrum gebracht werden sollen- siehe auch Interview unten.

53 Müllautos im Einsatz
Für die Mitarbeiter der Entsorgungsunternehmen im ganzen Bundesland heißt das arbeiten unter Hochdruck. Bei der Linz AG sind seit gestern 53 Müllautos im Einsatz, die den an den Feiertagen entstandenen Abfall einsammeln. Um 6 Uhr startete die erste Tour.

Der Abfall wird zur Reststoffaufbereitungsanlage ins Linzer Industriegebiet gebracht, wo Radlader die Berge von Müll, in dem sich Staubsauger-Sackerln, Windeln, Wettex und Kinderspielzeug wiederfinden, zum so genannten Vorzerkleinerer bringen. Metalle werden mithilfe von Magneten aus dem Verkehr gezogen, der Rest wird automatisch auf einem 1,7 Kilometer langen Förderband sortiert, landet dann im Bunker. Von dort aus geht’s wieder über ein Förderband ins benachbarte Heizkraftwerk, wo der Müll verbrannt wird und dadurch Fernwärme entsteht.

Aufbereitung steht auch beim Umwelt-Service-Unternehmen der Energie AG hoch im Kurs: Der Restabfall landet in der thermischen Verwertungsanlage in Wels, Papier und Kartons in der Sortieranlage in Linz.

"Derzeit 180 Tonnen Restabfall pro Tag"
"Unsere Mitarbeiter trifft Weihnachten immer besonders stark", sagt Erich Ehrentraut. Wie, verrät der Leiter des Bereichs Abfall bei der Linz AG im Interview.

Herr Ehrentraut, in den Tagen nach Weihnachten herrscht für die Müllabfuhren Hochbetrieb. Wie geht’s bei der Linz AG zu?
Bei uns sind 120 Mitarbeiter  im Linzer Stadtgebiet unterwegs. Am ersten Tag nach Weihnachten gibt’s etwa 20 Prozent mehr Restmüll als sonst, insgesamt kommen derzeit rund 180 Tonnen pro Tag zusammen.

Dass der Montag ein Feiertag war, sorgt für zusätzlichen Stress, stimmt’s?
Richtig. Die Mitarbeiter müssen nämlich zwischen Dienstag und Freitag das erledigen, wofür sie sonst  fünf Tage Zeit haben. Dazu kommen die größeren Mengen - das ist eine ordentliche Herausforderung.

Wie können die Bürger helfen?
Kartons zusammenlegen spart Platz. Alte Elektrogeräte sollen ins Altstoffsammelzentrum gebracht werden.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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