Di, 21. November 2017

Razzien in Melbourne

23.12.2016 06:39

IS-Terroristen wollten „Weihnachten zerstören“

Laut eigenen Angaben hat die australische Polizei mehrere Anschläge auf touristische Ziele - unter anderem auf den Bahnhof Flinders Street und die Paulus-Kathedrale - in Melbourne vereitelt. Im Rahmen eines Großeinsatzes mit rund 400 Beamten konnten laut Behördenangaben sieben Verdächtige festgenommen werden, die durch die Propaganda der Terrormiliz Islamischer Staat radikalisiert worden sein dürften. Die sieben Festgenommenen wollten demnach mit Sprengstoff, Messern und Gewehren an mehreren Orten zuschlagen.

"Das wäre ein groß angelegter Angriff gewesen", sagte Polizeichef Graham Ashton. "Der hätte das Potenzial gehabt, eine ganze Reihe von Menschen zu verletzen oder zu töten." Nach dem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin sind die Sicherheitsbehörden auch in Australien rund um die Weihnachtstage in erhöhter Alarmbereitschaft.

Regierungschef: "Wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen"
Regierungschef Malcolm Turnbull sprach von einem "sehr schwerwiegenden" Anschlag zu Weihnachten, den die Polizei vereitelt habe. "Diese Terroristen wollten es (Weihnachten) zerstören. Sie wurden gestoppt. Islamistischer Terrorismus ist eine globale Herausforderung, die uns alle betrifft. Aber wir dürfen uns nicht von Terroristen einschüchtern lassen", sagte Turnbull auch mit Erwähnung des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt in Berlin, bei dem zwölf Menschen starben.

Daniel Andrews, Regierungschef des Bundesstaates Victoria, kündigte zusätzlichen Polizeischutz für Melbourne für die Feiertage an. "Was hier geplant wurde, war nicht ein Akt des Glaubens oder des religiösen Bekenntnisses, sondern es war in seiner Planung eine Tat des Bösen, eine kriminelle Tat."

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