Fr, 17. November 2017

Schuldenberg zu groß

22.12.2016 18:08

Pleite machte aus einem Gärtner einen Räuber

Die Firma pleite, der Schuldenberg riesig - drei Tage vor Weihnachten gingen einem 40-jährigen zweifachen Familienvater aus Redlham die Nerven durch. Er radelte - wie berichtet - im 12 Kilometer entfernten Atzbach mit einer selbstgebastelten Waffe zum  Banküberfall, war rasch gefasst.

Mit der unüberlegten und patscherten Aktion hat der 40-jährige Philipp P. aus Redlham nicht nur das Weihnachtsfest, sondern vermutlich die ganze Zukunft der Familie zerstört.
Der  Gärtner und Pflanzenhändler, der nach zwei Pleiten seines Betriebs auch die privaten Schulden - er ließ es sich gerne gut gehen - nicht mehr in den Griff bekam, ist voll geständig.

"Weg vom Schuss"
Er hatte die Raiffeisen-Filiale in Atzbach ausgesucht, weil sie "weg vom Schuss" liegt und er nicht damit rechnete, dass in der Nähe der Polizeihundeführer Michael K.  mit seinem "Blue" übte. Das Duo stellte den am Rad flüchtenden Maskierten, der  vom Kassier mit "Schleich dich!" verjagt worden war. Der Familienvater hatte vor dem Hund so große Angst, dass er nicht vom Rad stieg. Und wehren konnte sich der Pleite-Gärtner auch nicht, weil der "Elektroschocker" mit dem er den Überfall begehen wollte, nicht mehr war als ein Plastikrohr mit einer Schraube.

Bei den Verhören wurde klar, dass Philipp P., für den die Unschuldsvermutung gilt und der  vorher nie straffällig geworden war, ein gebrochener Mann ist. Die U-Haft wurde am Donnerstag von der Welser Staatsanwaltschaft beantragt.

Markus Schütz
Markus Schütz
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