Fr, 25. Mai 2018

Glyphosat

22.12.2016 15:37

Behörde sagt Grundwasser-Prüfung ab!

In der Affäre um das höchst umstrittene Pflanzengift Glyphosat wird es keine Grundwasser-Überprüfungen geben. Nachdem Umweltschützer stark überhöhte Werte des Unkrautvernichters festgestellt hatten, sollte es flächendeckende Messungen geben. Die Pläne wurden verworfen, die Behörde setzt auf Prüfung im Anlassfall.

Das Pflanzengift steht im Verdacht, der Gesundheit zu schaden und ist daher hoch umstritten. Während viele Kärntner Gemeinden bereits freiwillig auf den Unkrautvernichter verzichten, wird er in der Land- und Forstwirtschaft weiter eingesetzt.

Nach der Affäre um kontaminierte Beeren in einem Wald bei Poggersdorf und Anrainerbeschwerden über die Ausbringung des Unkrautvernichters im Görtschitztal, sollten alle 229 Grundwasser- und Quellmessstellen in Kärnten auf das gesundheitsgefährdende Pflanzengift geprüft werden. Die Pläne wurden jetzt wieder verworfen: Das Land sieht trotz der Beunruhigung in der Bevölkerung "keine Notwendigkeit für weitere Untersuchungen von Trinkwasserversorgungsanlagen auf Glyphosat". Harald Tschabuschnig, Leiter der Umweltabteilung: "Bei den letzten Messungen 2013 wurde in keiner einzigen Probe Glyphosat nachgewiesen. Wir werden künftig aber situationsbedingt genaue Überprüfungen mit der Landwirtschaft machen. Und im Anlassfall schnell reagieren und tätig werden."

Der Wirbel um den Chemie-Einsatz in Poggersdorf beschäftigt indessen weiter die Staatsanwaltschaft. "Es gibt noch kein Ergebnis der Ermittlungen", so Staatsanwältin Tina Frimmel-Hesse.

Thomas Leitner, Kärntner Krone

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