Do, 22. Februar 2018

Pole ausgeforscht

22.12.2016 14:48

Pistolenmann in Raika: Räuber enttarnt

Es war ein Schock für die Angestellte der Bankfiliale in Lieserhofen: Am 7. Dezember wurde die Frau von einem vermummten Mann mit einer Waffe bedroht - aus der Pistole feuerte der Räuber Reizgas direkt in das Gesicht der Mitarbeiterin. Nun steht die Identität des Täters fest - der Pole (24) ist aber noch flüchtig.

Schon in den Tagen vor dem Raubüberfall hatte sich der Mann in Kärnten aufgehalten: Er hatte vorgegeben, taubstumm zu sein und Spenden gesammelt. Dieses auffällige Verhalten dürfte ein Grund für die laut Oberst Gottlieb Türk so "ausgezeichneten Hinweise aus der Bevölkerung" gewesen sein, die schließlich dem Landeskriminalamt und den Inspektionen des Bezirkes Spittal bei der Klärung des Falles geholfen haben.

"Wir konnten seine Identität feststellen: Es handelt sich um einen 24-jährigen polnischen Staatsbürger, der noch nicht amtsbekannt ist", so der Leiter des Landeskriminalamtes.

Doch der Beschuldigte ist noch flüchtig, er dürfte sich in Polen aufhalten. Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hat die Festnahme bereits angeordnet.

Der Pole hatte sich am 7. Dezember mit Kappe, Halbmaske und Sonnenbrille unkenntlich gemacht und war gegen 9.30 Uhr in die Raika in Lieserhofen gegangen. Mit einer täuschend echt aussehenden Waffe bedrohte er die Bankangestellte, die völlig allein im Raum war, und verlangte in gebrochenem Deutsch Bargeld. Die Beute steckte er in ein Plastiksackerl. Aus seiner Pistole feuerte der Mann aus nur einem Meter Entfernung Reizgas direkt in das Gesicht der Bankangestellten ab, die dadurch Verletzungen an den Augen erlitt. Der Räuber rannte zum Fluchtfahrzeug. Die Reizgaspistole warf er weg. Sie war das einzige, was bei der Fahndung - Streifen und der Polizeihelikopter waren im Einsatz - sichergestellt werden konnte. Türk: "In der Zwischenzeit haben wir sehr viele Informationen zusammengetragen. Die Identität des Mannes ist festgestellt, nun folgt juristische Arbeit."

Christina N. Kogler, Kärntner Krone

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Redaktion
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