Mo, 26. Februar 2018

Horror-Komödie

21.12.2016 15:30

Hütten-Gemetzel! "Angriff der Lederhosenzombies"

Steckt man beide in Tracht, ist der Sprung vom torkelnden Après-Ski-Gast zum Zombie eigentlich nicht weit. Das dachte sich auch der steirische Nachwuchsregisseur Dominik Hartl, der in seiner lustvollen Horrorkomödie "Angriff der Lederhosenzombies" (Kinostart: 22. Dezember) eine blutig-matschige Kollision beider Seiten heraufbeschwört.

Abrechnung mit dem winterlichen Treiben auf Almhütten und Hommage an Genre-Klassiker wie Peter Jacksons "Braindead" zugleich, erzählt die größtenteils auf Englisch gedrehte Produktion von drei Profi-Snowboardern, die nach einem gescheiterten Sponsoring-Deal in den Tiroler Alpen stranden und in eine Zombieapokalypse geraten. Auslöser für die Epidemie ist ein vermeintliches Wundermittel für ewig bestehenden Kunstschnee, das der gierige Hotelier Franz (Karl Fischer) an den Mann bringen will - konkret an den russischen Investor Chekov, der ungewollt mit der grünen Brühe in Berührung kommt und sich schleichend zum Untoten wandelt.

Beim Saisonabschluss in der "Gaudihütte" der resoluten Wirtin Rita (Margarethe Tiesel) fällt so ein grunzender, wankender Kerl erstmal nicht auf - weshalb der unbemerkt die beschwipsten Wintersportler um sich herum beißen und infizieren kann. Es dauert nicht lange, bis die Situation eskaliert und nur noch ein kleines Grüppchen an Nicht-Zombies am Dachboden über bleibt. Als die Flucht misslingt, müssen Franz, Rita und die zerstrittenen Snowboarder Steve (Laurie Calvert), Branka (Gabriela Marcinková) und Josh (Oscar Dyekjær Giese) zu ungewöhnlichen Mitteln greifen, um der Situation lebend zu entfliehen...

Armbrust, Bierbank, Snowboard, Schneefräsen oder auch einlullende Musik halten beim großen Finale dieses urigen Splatter-Films als Waffen gegen die vom Berliner Studio "Chris Creatures" gestalteten Zombies her. Hartl hat dabei ganz auf klassische Tricktechnik gesetzt, sprich: das Gemetzel ohne Computereffekte gedreht - inklusive jede Menge spritzendem Blut und zum "Donauwalzer" durch die Lift fliegende, abgetrennte Gliedmaßen.

Das ist spaßig mitanzusehen, vor allem dank der Killermaschine Rita: Die 57-jährige Margarethe Tiesel ("Paradies: Liebe") sticht neben den sonst eher amateurhaft anmutenden Darstellungen heraus und bringt als kampflustige Hüttenwirtin mit kultverdächtigen One-Linern à la "Heit gibt's Faschiertes" oder "Bring it on" die meisten Lacher.

APA

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