Fr, 24. November 2017

Pferde gingen durch

21.12.2016 10:25

Fiakergespann rammt Auto: Kutscher schwer verletzt

Dramatische Szenen haben sich am Dienstagabend im Wiener Bezirk Landstraße abgespielt. Die Pferde eines Fiakergespanns scheuten plötzlich und gingen durch, die Kutsche geriet auf die Gegenfahrbahn und rammte dort mit voller Wucht ein Auto. Der Kutscher wurde bei dem schweren Unfall auf die Straße geschleudert und zog sich schwere Verletzungen zu. Auch eines der beiden Tiere wurde verletzt.

Zum Unfall kam es gegen 18 Uhr in der Landstraßer Hauptstraße auf Höhe der Invalidenstraße. Der 55 Jahre alte Kutscher war im Schneegestöber zu diesem Zeitpunkt ohne Fahrgäste unterwegs. Augenblicke später verlor der Mann die Kontrolle über seine Pferde und kam auf die Gegenfahrbahn ab. Dort krachte das Gespann frontal in den Wagen eines 52-Jährigen.

Kutscher erlitt Brüche und Prellungen
Der 55-Jährige wurde über den Pkw geschleudert und schlug hart auf der Fahrbahn auf. Er erlitt Prellungen und Brüche, wurde jedoch rasch von mehreren Rettungsteams versorgt. Der Schwerverletzte wurde auf einer Vakkuummatratze gelagert, um ihn möglichst schonend ins Spital bringen zu können. Der Autofahrer kam bei dem nicht alltäglichen Unfall unverletzt davon.

Auch eines der Fiakerpferde wurde beim Zusammenstoß verletzt, es war nach einem Sturz mit den Hufen unter dem Pkw eingeklemmt. Für das geschockte Tier waren ebenfalls rasch tierliebe Helfer zur Stelle: Eine weitere Kutscherin, die zufällig des Weges kam, sowie Kräfte der Berufsfeuerwehr beruhigten es. Sein tierischer Kompagnon, der unverletzt geblieben war, wurde unterdessen von einer hinzukommenden Passantin betreut.

Wasser und Karotten
Noch ehe der Tierarzt am Ort des Geschehens ankam, konnte sich das verletzte Pferd selbst befreien und wieder aufstehen. Mitarbeiter eines nahen Restaurants, die den Unfall mitbekommen hatten, waren sofort mit Wasser und Karotten zur Stelle. Der Veterinär sedierte schließlich das verletzte Fiakerpferd und lud es mit Unterstützung der Feuerwehrleute zum Abtransport in einen Anhänger. Während des Einsatzes war der Betrieb der Straßenbahnlinie O eingestellt.

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Redaktion
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