Di, 17. Oktober 2017

Drama in Mexiko

21.12.2016 09:34

Mega-Explosion auf Markt fordert 31 Todesopfer

31 Tote und mindestens 70 teils schwer Verletzte hat eine ganze Serie von Explosionen auf Mexikos größtem Markt für Feuerwerkskörper gefordert. Zu dem schrecklichen Vorfall kam es am Dienstag (Ortszeit) in Tultepec, einem Vorort von Mexiko-Stadt - der Markt war so kurz vor Weihnachten gut besucht. Im Zuge der Detonationen kam es auch zu einer gewaltigen Feuersbrunst, die den Markt quasi dem Erdboden gleichmachte.

Kurz vor 15 Uhr Ortszeit kam es zur ersten verheerenden Explosion auf dem Markt, die weitere Detonationen, bei denen bunte Funken sprühten, nach sich zog. Unmittelbar danach brach auch bereits der Brand aus. Menschen rannten in Panik um ihr Leben, eine enorme Rauchsäule breitete sich über dem gesamten Ort aus. Die dramatischen Szenen wurden von Augenzeugen auf Videos gebannt.

Die Flammen führten zu weiteren Explosionen, weshalb die Löscharbeiten - Hunderte Kräfte standen im Einsatz - enorm erschwert wurden. Erst nach drei Stunden konnten die Helfer das Feuerinferno unter Kontrolle bringen. Zudem wurden übrige Feuerwerkskörper gezielt gesprengt, berichtete der Zivilschutz.

"Sie haben gefühlt, wie alles wackelte"
"Meine Nachbarn haben gesagt, sie haben gefühlt, wie alles wackelte. Aber ich habe das nicht bemerkt, weil ich weggerannt bin", sagte eine Anrainerin der Nachrichtenagentur AFP. Zahlreiche Menschen erlitten bei den Explosionen Verbrennungen, die Armee unterstützte die Rettungskräfte beim Abtransport der Opfer. Auch die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, um das Areal zu sichern, denn viele versuchten, zu den Trümmern zu gelangen, um dort nach Angehörigen zu suchen.

"Markt zur Gänze verschwunden"
Der Markt wurde bei der Feuersbrunst in Schutt und Asche gelegt. "Er ist zur Gänze verschwunden", sagte Luis Felipe Puente vom mexikanischen Zivilschutz dem Fernsehsender Televisa zum Ausmaß der Zerstörungen. Einige der Verletzten befänden sich in einem "ernsten Zustand". Durch die Explosionen seien auch mehrere Wohnungen und Autos in der Nähe des Marktes beschädigt worden.

Mexikos Staatschef Enrique Pena Nieto sprach den Angehörigen der Todesopfer sein Beileid aus. Den Verletzten wünsche er eine "baldige Erholung", so der Präsident auf Twitter.

Markt bereits 2005 und 2006 gänzlich zerstört
Es war nicht das erste Unglück auf Mexikos größtem Markt für Feuerwerkskörper: Bereits im Jahr 2005 wurde er durch Detonationen völlig zerstört, im Jahr darauf wurden bei Explosionen 200 Verkaufsstände dem Erdboden gleichgemacht. In beiden Fällen gab es zwar Dutzende Verletzte, jedoch keine Todesopfer.

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