Sa, 24. Februar 2018

Mysteriöser Fall:

21.12.2016 07:34

Vermisster (40) angeblich Entführungsopfer

Er ist wieder da. Jener 40-Jährige aus Mariazell, der in der Nacht zum 12. Dezember spurlos verschwunden war, ging Dienstag früh 120 Kilometer nordöstlich seiner Heimatstadt im niederösterreichischen Sollenau zur Polizei. Der zweifache Familienvater behauptet, von vier Männern unter Waffengewalt entführt worden zu sein.

Der Steirer wirkte völlig gesund, als er Dienstag um 6.50 Uhr in Sollenau zur Polizei kam. Seinen Angaben zufolge wurde der zweifache Familienvater in der Nacht zum 12. Dezember in seinem Haus von vier Unbekannten überfallen und unter Vorhaltung einer Waffe gezwungen, in ihren Kastenwagen zu steigen.

Von einem Ort zum anderen geführt
Die Täter - er glaubt, dass es sich um Ungarn handelte - hätten ihn in den folgenden Tagen von einem Ort zum anderen geführt, wobei er stets - und das bei Minusgraden - im Laderaum des Fahrzeugs schlafen musste. Der Obersteirer - er ist geschieden und Vater von zwei Töchtern - hat Verbindungen zur Rotlichtszene. Dennoch ist es den erhebenden Beamten ein Rätsel, warum der (nicht vermögende) Arbeiter gekidnappt wurde.

Keinen Grund genannt
Seiner Darstellung zufolge teilten ihm die Kriminellen den Grund für die Entführung nicht mit. Und er selbst hätte nicht danach gefragt, sondern sich seinem Schicksal ergeben.

Dienstag früh war der Albtraum endlich vorbei. Wie der 40-Jährige der Polizei mitteilte, ließen ihn die Entführer frei - ohne Wenn und Aber. Die Verwandten des Obersteirers sind erleichtert, denn sie hatten einen Unfall befürchtet, als sie am 12. Dezember bei der Mariazeller Polizei die Abgängigkeit meldeten.

Die Einvernahme des 40-Jährigen dauerte bis in die Nachtstunden an. Die Beamten wollten bis ins Detail wissen, wie seine acht Tage abgelaufen sind.

Manfred Niederl
Manfred Niederl
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden