Fr, 24. November 2017

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21.12.2016 07:07

„Lassen uns die Vorfreude trotzdem nicht nehmen“

In ganz Deutschland waren die Weihnachtsmärkte nach dem verheerenden Terroranschlag von Berlin am Dienstag geschlossen. Auch in Salzburg hat man reagiert. "Wir haben uns sofort mit der Polizei abgesprochen und unsere Maßnahmen noch einmal verstärkt", versichert der Obmann des Salzburger Christkindlmarktes, Wolfgang Haider.

Polizeisprecher Michael Rausch ergänzt: "Es sind sowohl uniformierte als auch zivile Fahnder am Markt unterwegs. Gibt es Probleme, sind wir sofort zur Stelle." Haider hat zudem schon im Vorjahr ausreichend Security-Personal eingestellt. Diese Wachmänner sind auch heuer wieder die ganze Zeit im Einsatz. "Ich will da keine genauen Zahlen nennen. Aber allein als die Schalke-Fans hier waren, also am 8. Dezember, hatten wir gleich 70 Sicherheitsmänner am Markt." Vor einem Terroranschlag fürchten sich Haider und die anderen Standbetreiber nicht. "Das kann immer und überall passieren. Da dürfte man ja gar nicht mehr aus dem Haus gehen." Zudem könne man etwa wie in Berlin gar nicht mit einem Lkw bis zum Domplatz gelangen.

"Es ist furchtbar traurig und natürlich absolut zu verurteilen, was in Berlin passiert ist. Trotzdem lassen wir uns die Vorfreude auf Weihnachten nicht dadurch verderben", sagt Haider zur "Krone." Daher wurde auch der Auftritt der Schön- und Schiach-Perchten, die heute, Mittwoch, 21. Dezember, um 19 Uhr vor Ort sind, nicht abgesagt. Das Programm läuft weiter. Die Besucherfrequenz war bei unserem Besuch  am frostigen Dienstagvormittag noch etwas verhalten. Die Standler betonten aber, dass dies normal sei. Erst am Nachmittag geht es dann richtig los.

"Haben nie Probleme"
"Unser Publikum ist planbar. Es sind Salzburger und Touristen. Wir haben nie Probleme mit Sauforgien oder Schlägereien. Ich bekomme zwar immer wieder E-Mails, in denen sich die Menschen beschweren. Aber da geht es um Lappalien, wie dass eine Wurst nicht mehr warm genug war", verrät Wolfgang Haider. Sein Sohn pflichtet ihm bei. Die Stimmung ist gut aber nicht ausgelassen. Genau so soll es auch sein. "Und jetzt haben wir auch noch eine dünne Schneedecke. Das macht den Markt natürlich noch schöner." Besucherin Martina Ilko bringt es auf den Punkt: "Wir lassen uns unsere Freiheit nicht durch Terroristen nehmen. Dass sich einer in die Luft sprengt, kann man nicht verhindern. Wir können nur hoffen, dass es nie hier bei uns passiert." Ihre Mutter stimmt ihr zu. Die zwei genießen den Markt.

MANUELA KAPPES, Kronen Zeitung/red

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