Do, 18. Jänner 2018

10.10.2006 16:20

Wirtschaftsniveau sinkt

Das freie Wort

Die "Kronen Zeitung" (7.9.2006) berichtete, dass das Wirtschaftswachstum in der EU derzeit das höchste ist seit dem Jahr 2000. Eigentlich kein Wunder, haben doch zahlreiche wirtschaftlich ärmere Staaten Nachholbedarf. So verwundert es auch nicht, dass die Wirtschaft in China derartig steigt, dass sie gebremst werden muss. Die

EU gründet sich aus dem Zusammenschluss von reichen und armen Staaten.


Logischerweise wollen besonders die ärmeren Staaten in die EU - weil sie sich etwas davon versprechen. Es ist aber so, als ob der Inhalt von sieben vollen Gläsern auf fünfzehn leere Gläser aufgeteilt würde. Dann sinkt natürlich der Inhalt der zuvor vollen Gläser. Wenn nun der Inhalt der sieben vollen Gläser auf fünfundzwanzig leere Gläser aufgeteilt wird, sinkt der Inhalt der sieben zuvor vollen Gläser noch mehr. Das bedeutet auf die EU-Länder umgelegt, dass die ursprünglich reichen Länder ärmer werden (weil sie ja die armen Länder fördern müssen); so lange, bis alle Länder ein gleiches Niveau haben - die armen ein höheres, die reichen ein niedrigeres.


Die Entwicklung der EU wird daher so weit gehen, dass alle Mitgliedstaaten auf einem wirtschaftlich niedrigeren Niveau, als es zuvor die sieben reichen Staaten hatten, angelangt sein werden. Das ursprünglich hohe wirtschaftliche Niveau der früheren reichen Staaten wird wahrscheinlich nicht mehr erreicht werden, weil das die allgemeine Weltlage nicht mehr zulässt. Wir müssen uns also auf strengere Zeiten einstellen.


Das "hochgegelobte Land EU" wird es nicht geben.




Walter Hain, Wien
erschienen am Mi, 11.10.
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