Mo, 18. Dezember 2017

Lärmbelästigung

20.12.2016 12:00

Skurriler Streit im Ländle: GPS ersetzt Kuhglocken

Ein höchst skurriler Streit in Vorarlberg rund um Lärmbelästigung durch Kuhglocken ist nun beigelegt: Der Kläger, ein Hotelier, und ein Landwirt einigten sich außergerichtlich darauf, die Kühe, die auf einer Wiese nahe des Ferienhauses weiden, mit GPS-Sendern anstelle der Kuhglocken auszustatten.

Der Kuhglocken-Streit hat die Vorarlberger Gerichte bereits seit Juli 2015 beschäftigt. Der Hotelier in der Gemeinde Zwischenwasser (Bezirk Feldkirch) hatte seine Gäste laut ORF Vorarlberg durch das Gebimmel von Kuhglocken um ihre Nachtruhe gebracht gesehen und den Bauern verklagt.

Bereits am ersten Verhandlungstag fuhren Kläger und Angeklagter starke Geschütze auf. So brachte der Landwirt kleine Glocken - Ziegenglockengröße - mit, das Exemplar seines Gegenspielers war etwa um das Sechsfache größer. Mit lautem Gebimmel machte der Ferienhaus-Vermieter seinem Ärger Luft.

Sender kosten von rund 3000 Euro
Mithilfe der GPS-Sender - jede Kuh wird künftig einen um den Hals tragen - weiß der Bauer nun jederzeit, wo sich seine Tiere befinden, ganz ohne akustische "Nebenwirkung". Das System wurde eigentlich für Hunde erfunden, eignet sich aber auch für diesen Streitfall. Die Kosten von rund 3000 Euro übernimmt der Hotelier, die Gerichtskosten hat der Landwirt zu tragen.

"Hoffe, er hat Riesengaudi mit dem GPS"
Beide Seiten zeigten sich mit der nunmehr erzielten Einigung zufrieden. "Wir haben genau das erreicht, was wir gewollt haben - und ich hoffe, dass der Landwirt eine Riesengaudi hat mit dem GPS", sagte der Ferienhaus-Vermieter gegenüber dem ORF. Der Beklagte ließ seitens seines Anwaltes ausrichten, der Vergleich werde den Interessen beider Seiten gerecht.

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Redaktion
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