Mo, 21. Mai 2018

Fischer wehren sich

20.12.2016 11:08

Zelt-Rebellen ziehen vor Gericht

In der Diskussion um "illegales Kampieren" in freier Landschaft zogen Montag Fischer vor Gericht! Wie berichtet, hatte es vermehrt Anzeigen gegen Petrijünger gegeben, die sich an Gewässern mit Schirmzelten vor Wind und Wetter schützten. Der Streit könnte noch weitreichende Folgen haben.

Weil die Politik nach Jahren der Diskussion noch immer keine Lösung für das Übernachten in der Wildnis gefunden hat, kommt es jetzt hart auf hart. Auslöser dafür sind immer mehr Anzeigen gegen Fischer, die sich mit Unterständen gegen Wind und Wetter schützen. Einer von ihnen ist Markus Sibitz, der nach einer Beschwerde gegen  eine Verwaltungsstrafe am Montag vor das Landesverwaltungsgericht gezogen ist. Bisher habe es mit Polizei und Bergwacht nie ein Problem gegeben. "Jetzt soll mein Wetterschutz plötzlich illegal sein", ärgert sich der Klagenfurter.

Er spricht von einer Schikane. Denn selbst unter den Zuständigen bei den Behörden sei nicht klar, welche Art Wetterschutz erlaubt und welche verboten ist. "Das Naturschutzgesetz ist in diesem Bereich nicht gerade auf dem neuesten Stand", erkennt auch die Richterin rasch. Ob der Beschwerde stattgegeben wird, soll in den nächsten Tagen feststehen. Ein Präzedenzfall, der auch für andere Naturfreunde wie Wanderer, Bergsteiger und Abenteurer Folgen haben könnte.

Wird der Beschwerde nicht stattgegeben, könnte der Fall bis zum Bundesverwaltungsgericht gehen.

Thomas Leitner, Kärntner Krone

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