Fr, 24. November 2017

An heimischer Schule

20.12.2016 09:37

Ausländer schnappen der Jugend die Plätze weg

Platzmangel herrscht im Gymnasium Bruck an der Leitha. Seit Jahren kämpft Direktor Mathias Schön bereits gegen das Phänomen des Sprachtourismus an seiner Schule. Viele osteuropäische Jugendliche schreiben sich in der Oberstufe ein, verbringen mehrere Jahre an der Lehranstalt und brechen kurz vor der Matura ab . . .

"Lassen wir unsere Kinder Deutsch lernen, am besten in einer österreichischen Schule", heißt es offenbar in vielen slowakischen Familien. Diese Vorgehensweise dürfte das Gymnasium in Bruck an der Leitha treffen. In den letzten Jahren musste sich die Lehrerschaft mit vielen ausländischen Schülern ohne Deutschkenntnisse herumschlagen. "Die Kollegen brauchen beim Korrigieren für die Arbeiten der Ausländer meist doppelt so viel Zeit", sagt Direktor Mathias Schön. Die Bilanz sei aber ernüchternd, denn diese Jugendlichen sind nur ein oder zwei Jahre an der Schule, besuchen aber auch gleichzeitig eine Ausbildungsstätte in der Heimat. Kurz vor der Matura wird dann gewechselt, um diese in der Heimat zu absolvieren. Handhabe gegen diesen "besseren Sprachkurs" dürfte es laut Landesschulrat nicht geben. Das EU-Recht sei Schuld, betont man dort. Mittlerweile müssen diese Schüler eine Absichtserklärung für die Absolvierung der Schule unterschreiben. Abschreckung sei dies aber keine, heißt es.

Josef Poyer
Josef Poyer
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