Di, 12. Dezember 2017

Andere Länder, ...

25.12.2016 09:38

10 kuriose Weihnachtsbräuche aus aller Welt

Weihnachten ist das Fest der Liebe und wird bei uns im familiären Kreis und mit gutem Essen gefeiert. Die einen tischen Gans auf, während andere Raclette bevorzugen. Bräuche und Gepflogenheiten gibt es viele. Sie sind national, regional und oftmals sogar nur familiär bedingt. Doch in einem sind sich Österreicher einig: In der Weihnachtszeit gibt es Adventskränze, Weihnachtsbäume, Christstollen und Krippenspiele. Wie wird Weihnachten in anderen Ländern gefeiert? Wir haben die kuriosesten Weihnachtsbräuche aus aller Welt zusammengetragen.

Österreich
Auch bei uns gibt es den einen oder anderen Brauch, der Außenstehende schmunzeln lässt. In Oberösterreich ist Christbaumtauchen seit den 60er-Jahren ein beliebter Adventbrauch. Dafür wird ein Christbaum mit elektrischen Kerzen in einem See versenkt. Mit Fackeln bewaffnet tauchen einige Männer ab und holen den Baum wieder an die Oberfläche. Zum Abschluss erscheint auch der Gott Neptun aus den Tiefen des Sees, denn auch Neptun braucht mal Urlaub vom salzigen Mittelmeer. Ein kurzer Abstecher in Süßwassergebiete kommt ihm zur Adventszeit wohl sehr gelegen. Eingewickelt in einem Fischernetz, mit goldener Krone auf dem Kopf und Zepter in der Hand, bringt er den Kindern Geschenken.

Schweden
Heiligabend, 15 Uhr in Schweden: Wo sind alle Familienmitglieder? Vor dem Fernseher! In Schweden beginnt das Weihnachtsfest damit, gemeinsam Filme zu schauen. Nur werden hier nicht traditionelle Weihnachtsfilme wie "The Grinch" oder "Kevin allein zuhause" geschaut, sondern "Kalle Anka". Kalle Anka ist der schwedische Name für Donald Duck. Ja, richtig gelesen: Seit 1960 wird in Schweden an Heiligabend pünktlich um 15 Uhr der Weihnachts-Trickfilm von Donald Duck ausgestrahlt und die ganze Familie versammelt sich vor dem Fernseher.



Katalonien
In einer traditionellen weihnachtlichen Krippe stehen Maria, Josef und das Jesuskind, Ochse und Esel, Schafe und Lämmer, die Heiligen drei Könige und der Engel. Doch die Katalanen stellen noch eine weitere Krippenfigur dazu: den Caganer, übersetzt: den kleinen Scheißer. Mit heruntergelassener Hose wird die Figur in der Krippe versteckt. Wer sie als Erster findet, wird im kommenden Jahr Glück haben. Symbolisch hat die Figur aber eine ganz andere Bedeutung. Sie repräsentiert den Stolz der Katalanen.

Japan
Obwohl in Japan nicht die Geburt Jesus gefeiert wird, verzichten Japaner nur ungern auf ein Fest, wo es einen geschmückten Christbaum, Geschenke und ein Festtagsmahl im Kreise der Familie gibt. Auf den Tisch kommt hier aber nicht eine Gans, sondern paniertes Hühnchen der amerikanischen Fast-Food-Kette Kentucky Fried Chicken. Vor knapp 35 Jahren startete KFC seine erste Werbekampagne in Japan mit dem Namen "Kurisumasu ni wa kentakkii!" (Kentucky for Christmas!). Seitdem wird angenommen, die Menüs bei KFC seien das typische amerikanische Weihnachtsessen. So sind bereits Monate im Voraus alle KFC-Filialen für den 24. Dezember ausgebucht. Und wer Pech und keinen Platz mehr bekommen hat, muss sich in der kilometerlangen Schlange vor den Filialen anstellen und sein Essen zum Mitnehmen bestellen. Zum Nachtisch gibt es dann die traditionelle Erdbeertorte.

Griechenland
Vom 24. Dezember bis zum 5. Jänner entzünden die Griechen zwölf Nächte lang Weihnachtsfeuer und lassen auch die Kamine brennen. Dadurch sollen böse Kobolde (Kalkanzari) vertrieben und ferngehalten werden. Das größte Stück Holz wird in der Heiligen Nacht verbrannt, um das Christkind zu wärmen. Die griechische Feuerwehr hat zur Weihnachtszeit wohl Hauptsaison.

Mexiko
In der Stadt Oaxaca findet am Tag vor Heiligabend ein traditioneller Weihnachtsmarkt statt. Dort stellen Künstler die seltsamsten Kunstwerke aus Rettich vor. Christbaumschmuck, Girlanden und Krippen aus Rettich sollen an den Beginn der Kultivierung des Wurzelgemüses erinnern.

Ukraine
Spinnennetze zu Weihnachten? Die gibt es doch eigentlich nur an Halloween! In der Ukraine werden Spinnennetze als Christbaumschmuck verwendet. Einer alten Legende zufolge konnte sich eine arme Witwe keinen Schmuck für ihren Christbaum leisten. Als sie am Weihnachtsmorgen aufwachte, sah sie, dass der ganze Baum in einen Spinnennetz gespannt war. Wenn die Sonne darauf schien, verwandelte sich das Netz in Gold und Silber. Seitdem gelten Spinnennetze auf dem Christbaum als Glücksbringer. Wer am Weihnachtsmorgen keine echten findet, hilft mit künstlichen Netzen nach.

Polen
Im streng katholischen Polen wird an Weihnachten ein regelrechtes Festmahl serviert. Traditionell wird ein 12-Gänge-Menü, repräsentativ für die Monate eines Jahres und die zwölf Apostel Christi, aufgetischt. Weil man im gastfreundlichen Polen aber nicht schon genug Gäste zu Besuch hat, wird sicherheitshalber für den "unerwarteten Gast" gedeckt. Man weiß ja nie, wer an Weihnachten zur Tür hereinschneit.

Tschechien
Tschechen sehen die Weihnachtszeit als Hoffnungszeit für unverheiratete Frauen. Um herauszufinden, ob Frauen im neuen Jahr vor den Traualtar treten werden, sollen sie am 4. Dezember einen Zweig von einem Kirschbaum abbrechen und ihn ins Wasser stellen. Blüht er bis Heiligabend, werden sie im nächsten Jahr heiraten. Wer ungeduldig ist, kann auch einen Hollerbusch schütteln, bellt währenddessen ein Hund, so wird die Frau einen Mann heiraten, der in der Richtung wohnt, aus der das Gebell kam.

Irland
Auf der irischen Insel am Forty-Foot-Gebirge stürzen sich Tausende Abenteuerlustige in arktische Wellen. Was zunächst nach Massenselbstmord klingt, ist tatsächlich das traditionelle irische Weihnachtsschwimmen. Zu einem guten Zweck springen tausend Verrückte in Weihnachtsmannmützen in eiskaltes Wasser.

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Redaktion
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