Mi, 22. November 2017

Nach Forstunfall

16.12.2016 22:25

Kärntner gaben sich auf Intensivstation das Jawort

Die schönsten Geschichten schreibt noch immer das Leben: Gerhard Rindler aus Kärnten wurde bei Waldarbeiten von einem umstürzenden Baum begraben und so schwer verletzt, dass er auf der Intensivstation des Klagenfurter Klinikums behandelt werden musste. Nun gab er dort Lebensgefährtin Christine das Jawort.

Der Arnoldsteiner war am 28. November dabei, in seinem Wald Schadholz aufzuarbeiten. Dabei wurde er von einem umstürzenden Baum getroffen und darunter eingeklemmt. Der 55-Jährige musste von der Feuerwehr befreit und mit dem Hubschrauber ins Klinikum Klagenfurt geflogen werden.

"Das Wichtigste im Leben"
Während sich Ärzte und Pfleger um den Kärntner kümmerten, wachte Rindlers Lebensgefährtin Christine ebenfalls Tag und Nacht am Krankenbett. "Das gab dem Patienten sehr viel Kraft und machte ihm Mut. Es hat sich gezeigt, dass Beziehungen mitunter das Wichtigste im Leben sind", sagt Primar Rudolf Likar, Vorstand der Anästhesiologie und allgemeinen Intensivmedizin am Klinikum.

Mit den Wochen besserte sich der Zustand des 55-Jährigen und gemeinsam wurde der Beschluss gefasst, nun endlich zu heiraten. Und das sollte gleich auf der Intensivstation passieren. Zusammen mit dem Pflegeteam hat Christine die Hochzeit organisiert.

Pfleger als Trauzeuge
Durchgeführt wurde die emotionale Zeremonie von Standesbeamtin Birgit Gruber. Diplomkrankenpfleger Martin Kalidz fungierte als Trauzeuge. "Es stellte sich sogar heraus, dass ich die Braut von der Pflegeschule her kannte", schildert Kalidz. Bis Gerhard Rindler wieder nach Hause darf, bedarf es allerdings noch viel Zeit - und langer Rehabilitation.

Katrin Fister, Kronen Zeitung

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