Di, 21. November 2017

Newcomer 2017

29.12.2016 21:28

Das sind Österreichs Sportstars der Zukunft

Jung, talentiert und erfolgreich: Wer tritt in die Fußstapfen von Marcel Hirscher, Anna Veith oder David Alaba? Neben den altbekannten Sportstars, stehen viele junge Talente in den Startlöchern. Sportkrone.at stellt die erfolgreichsten österreichischen Newcomer vor!

Ski Alpin:

Marco Schwarz: Der 21-jährige Kärntner ist eines der größten Talente im ÖSV-Herrenteam und wird schon seit längerem als Nachfolger von Marcel Hirscher gehandelt. 2012 eroberte er bei den Jugend-Winterspielen in Innsbruck drei Goldmedaillen (RTL, Super-Kombination, Teambewerb). 2014 krönte er sich außerdem zum Juniorenweltmeister im Super-G. Für ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel ist der Villacher ein künftiger Gesamtweltcupsieger. "Das ehrt mich, aber es wird nicht einfach. Ich mache mir keinen Druck", betont Schwarz.

Bereits bei seinem 11. Weltcup-Antreten raste der Jungstar beim Nachtslalom von Madonna di Campiglio im Dezember 2015 mit Rang drei erstmals aufs Stockerl. Auch beim Slalom im japanischen Naeba überzeugte er mit Platz drei.

Michael Matt: Der um 14-jahre jüngere Bruder von Mario Matt hat sich ebenfalls für eine Karriere als Skirennläufer entschieden. Nach guten Leistungen im Europacup überraschte er bereits im Februar 2016 im Weltcupslalom von Naeba mit Platz sechs. In der aktuellen Weltcup-Saison gelang ihm  am 13. November ein Traumstart. Beim Sieg von Marcel Hirscher im finnischen Levi raste er als Zweiter erstmals aufs Podest. In Val d’Isere erreichte er mit Platz sechs wieder ein Top-Ten-Ergebnis.

Eine bemerkenswerte Leistung, denn im Alter von acht Jahren erlebte der Tiroler Youngster ein traumatisches Erlebnis. Bei einem Skiausflug wurde er mit seinem Vater von einer Lawine erfasst. Nach einer Viertelstunde konnte er bewusstlos geborgen werden. So schnell gefunden habe man ihn nur, weil noch ein Skischuh herausgeschaut hat. "Ich habe danach lange gebraucht, bis ich das Ganze wirklich verarbeitet habe", erzählt Michael Matt. "Man muss am Ende einfach Gras darüber wachsen lassen, Zeit heilt alle Wunden."

Stephanie Brunner: Nach der Verletzungsmisere im ÖSV-Damenteam ruhen die Hoffnungen auf Stephanie Brunner. Ihre beiden Disziplinen sind RTL und Slalom. Beim Weltcup-Auftakt in Sölden verpasste sie als Vierte das Podest nur knapp. Auch beim RTL in Sestriere rettete die 22-jährige Tirolerin mit Platz acht die ÖSV-Ehre.

Cheftrainer Jürgen Kriechbaum traut ihr noch mehr zu: "Sie ist top in Form und derzeit unser Aushängeschild im Riesentorlauf." 2012 holte sie sich den Juniorenweltmeistertitel im Slalom. Ein Highlight in ihrer Karriere." Ich verfolge meine Ziele Schritt für Schritt und glaube fest daran, dass ich mit meinem Talent, meiner Motivation, harter Arbeit und der Unterstützung von vielen Seiten an die Weltspitze komme”, sagt Brunner.

Biathlon:

Lisa Theresa Hauser: Dass eine 23-jährige Tirolerin im heurigen Winter den Biathlon-Herren die Show stiehlt, hätte wohl niemand gedacht. Während Simon Eder, Dominik Landertinger und Co. bisher hinter den Erwartungen blieben, zeigte Lisa Theresa Hauser mit mehreren Top-Ten-Platzierungen auf. In den ersten vier Saisonrennen landete die ehemalige Langläuferin jeweils unter ersten sieben.

Für Biathlon-Cheftrainer Reinhard Gösweiner ist Hauser in der Weltspitze angekommen und gilt als große Hoffnung für die WM in Hochfilzen: "Wenn Lisa läuferisch noch zulegt, trauen wir ihr ein Topergebnis zu. Beim Schießen ist sie schon sehr stabil. Aber wir machen ihr keinen Druck." Was das Training betrifft hat sich das Nachwuchstalent vom ÖSV abgekapselt. Nach der vergangenen Saison entschied sie sich für eine private Trainingsgemeinschaft außerhalb des Verbandes. "Mir ist ein großer Stein vom Herzen gefallen. Es war ja doch eine mutige Entscheidung", erklärt Hauser.

Tennis:

Barbara Haas: Das österreichische Damentennis hat in den letzten Jahren ein eher trostloses Dasein gefristet: Keine ÖTV-Spielerin in den Top 100. Als größtes Nachwuchstalent gilt Barbara Haas. Die 20-jährige Oberösterreicherin zog im September 2016 erstmals in das Hauptfeld der US Open ein. Bereits mit 14 Jahren schaffte sie den Sprung an die Spitze der europäischen U14-Rangliste. Zudem sammelte sie bei den Juniorinnen-Majors Erfahrung und eroberte zehn ITF-Titel.

Trainiert wird Haas von Jürgen Waber und der ehemaligen Top-20-Spielerin Sybille Bammer. Das Negativ-Gerede rund um das heimische Damentennis nervt sie: "Öffentliche Schelte kümmert mich wenig. Ich versuche, meine Leistung abzurufen und schätze produktive Kritik."

Leichtathletik:

Sarah Lagger: Erst 17 Jahre jung und schon in der Weltspitze angekommen. Sie bricht Rekorde am laufenden Band und möchte 2020 in Tokio ihren Olympiatraum verwirklichen. Sarah Lagger holte sich heuer den U20-WM-Titel im Siebenkampf. Eine historische Leistung - denn vor ihr hatte noch nie ein Leichtathlet aus Österreich bei Junioren-Welt-Titelkämpfen eine Medaille erobert.

Schon im Alter von 15 Jahren stellte die Kärntnerin einen Siebenkampf-Weltrekord in der U-18-Klasse auf und holte eine WM-Medaille. Ihr Coach und Mentor Georg Werthner prophezeit ihr eine große Zukunft: "Sie zeichnet sich durch ihre Ausgeglichenheit aus. Sie hat die Chance, absolute Weltklasse zu werden."

Schwimmen:

Lena Kreundl: Der österreichische Schwimmsport hat bei der Kurzbahn-WM in Kanada dank Lena Kreundl ein kräftiges Lebenszeichen von sich gegeben. Die 19-jährige Oberösterreicherin schwamm über 100 Meter Lagen auf Platz sechs und feierte damit ihren größten Erfolg in ihrer jungen Karriere.

"Ich kann noch gar nicht fassen, was mir da gelungen ist. Ich bin so stolz, es ist ein so großartiges Gefühl. Finale, Platz sechs und neuer österreichischer Rekord", jubelte die Athletin vom ASV Linz. OSV-Sportdirektor Dario Taraboi traut ihr noch mehr zu: "Lena steht noch ganz am Anfang ihrer Karriere. Ich bin überzeugt, wir werden noch ganz tolle Momente mit ihr erleben."

Caroline Pilhatsch: Die zweite Hoffnungsträgerin im österreichischen Schwimmsport ist die 17-jährige Caroline Pilhatsch. 2015 glänzte die Steirerin bei den Europaspielen in Baku mit Gold über 50 Meter Rücken und Silber über 50 Meter Delfin. Ihr Trainer Dirk Lange bezeichnet sie als "herausragendes Talent". Wie auch Kreundl konnte Pilhatsch erstmals in Rio Olympia-Erfahrung sammeln. Ihr Vater war ebenfalls Profi-Schwimmer und nahm an den Sommer-Spielen 1984 in Los Angeles und 1988 in Seoul teil.

Fußball:

Dominik Prokop: Der 19-jährige Mittelfeldspieler schaffte heuer den Sprung zu den Profis der Wiener Austria. Seinen großen Auftritt hatte er im Europa-League-Spiel gegen AS Roma, wo er seinen ersten Treffer erzielte. Auch im ÖFB-U19-Nationalteam ist der Youngster eine wichtige Stütze. Austria-Trainer Thorsten Fink ist überzeugt: "Ihm gehört die Zukunft."

Xaver Schlager: Der Jung-Bulle sorgte in der Europa League mit seinem Führungstreffer gegen Schalke 04 für Aufsehen. "Ich wusste schon zu Beginn meiner Zeit hier, dass er sehr gut werden kann und jetzt hat er aufgezeigt", fand Trainer Oscar Garcia lobende Worte für seinen 19-jährigen Schützling. Ab 2011 besuchte der Mittelfeldspieler die Akademie von Red Bull Salzburg. Bei der U-19-EM war Schlager Stammspieler, wurde sogar als Rechtsverteidiger eingesetzt. Sein Debüt in der Bundesliga feierte er am 10. Mai 2016 gegen Grödig.

Stefanie Riegler
Redakteurin
Stefanie Riegler
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