Mo, 18. Dezember 2017

Festnahme in D

16.12.2016 08:44

Bub (12) wollte Nagelbombe auf Adventmarkt zünden

Ein zwölfjähriger Bub hat offenbar einen Bombenanschlag auf einen Adventmarkt in der deutschen Stadt Ludwigshafen geplant. Wie deutsche Medien berichten, scheiterte der Angriff nur, weil die Nagelbombe nicht zündete. Die genauen Hintergründe der Tat, die am 26. November geplant war, und die Gefährlichkeit des verwendeten Materials sind noch unklar.

Laut "Focus" handelt es sich beim Verdächtigen um einen 2004 in Ludwigshafen im Bundesland Rheinland-Pfalz geborenen Deutsch-Iraker, der sich "stark radikalisiert hatte". In dem Bericht wird auch über eine "Anstiftung oder Anleitung" durch die Terrormiliz Islamischer Staat spekuliert.

Ins Visier der Ermittler geriet der Zwölfjährige, nachdem er wenige Tage nach dem Anschlagsversuch einen Rucksack mit Feuerwerkskörpern und Wunderkerzen in der Nähe des Rathauses der Stadt abgelegt hatte. Wegen der Tasche waren damals der Bereich rund um das Rathaus sowie eine Bundesstraße zeitweise gesperrt worden. Ein Teil der "hochbrisanten Mischung" wurde von Sprengstoffexperten zur Detonation gebracht.

Ermittlungen werden wohl bald eingestellt
Damals teilte die Polizei mit, der Jugendliche sei mit Einverständnis der Eltern zunächst dem Jugendamt übergeben worden. Laut "Focus" führt parallel die Staatsanwaltschaft Frankenthal Ermittlungen gegen den Buben, wobei das Verfahren wegen der Strafunmündigkeit des mutmaßlichen Täters wohl demnächst eingestellt werde.

Deutschland im Visier der Terroristen
Deutschland ist heuer bereits mehrmals von radikalisierten Muslimen ins Visier genommen worden, die sich auf den IS berufen hatten. Am 24. Juli sprengte sich ein 27-jähriger Syrer bei einem Musikfestival im Zentrum der bayrischen Stadt Ansbach in die Luft und verletzte dabei 15 Menschen. Der Mann war laut Angaben des bayrischen Innenministers Joachim Herrmann vor zwei Jahren nach Deutschland gekommen und hatte Asyl beantragt.

Wenige Tage zuvor hatte ein afghanischer Asylwerber in einem Regionalzug nahe Würzburg in Bayern mehrere Fahrgäste mit einer Axt und einem Messer angegriffen und dabei mehrere Menschen zum Teil schwer verletzt. Die Tat hatte offenbar einen islamistischen Hintergrund, zumal bei dem jungen Mann eine handgemalte IS-Flagge gefunden wurde. Die Terrormiliz Islamischer Staat reklamierte die Tat kurze Zeit später für sich.

Jaber al-Bakr und die Fragen nach seinem Selbstmord
Auch der im Oktober in Leipzig festgenommene Bombenbastler Jaber al-Bakr soll Kontakte zum IS gehabt haben. Ein US-Geheimdienst soll mehrere Telefonate des Syrers abhört haben, in denen der 22-jährige Syrer mit mutmaßlichen IS-Kontaktleuten über die Herstellung von Sprengstoff und seine möglichen Anschlagsziele gesprochen hat, berichtete damals die "Welt".

Der Fall warf von Anfang an viele Fragen auf: Zunächst konnte der 22-Jährige trotz intensiver Beobachtung und der Umstellung jener Wohnhausanlage, in der Bakr wohnte, entkommen. Danach wurde er laut den Behörden von drei Landsmännern in einer Wohnung überwältigt und der Polizei übergeben. In Polizeigewahrsam erhängte sich der Syrer wenig später. Viele zweifeln nach wie vor an der offiziellen Suizidversion.

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