Do, 23. November 2017

Mobilitätsstudie

16.12.2016 08:32

Österreicher fahren am liebsten mit dem Auto

Wie hat sich die Mobilität der Österreicher seit dem Jahr 1995 entwickelt? Mit dieser Frage hat sich eine Mobilitätsstudie im Auftrag des Verkehrsministeriums beschäftigt. Gleich auf den ersten Blick fällt folgender Trend auf: Die Österreicher fahren am liebsten mit dem Auto oder im städtischen Bereich mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Zahl der zu Fuß zurückgelegten Kilometer ist hingegen in den letzten 20 Jahren stark gesunken (-35 Prozent).

Ein wichtiger Grund dafür ist einerseits die "Mobilitätsrevolution" bei der Gruppe der Generation "65 plus". Immer mehr Pensionisten verfügen über einen Pkw und sind daher mobiler als noch vor 20 Jahren. Andererseits greifen auch Frauen immer häufiger auf ihre Pkws zurück, um etwa einkaufen zu fahren bzw. andere Erledigungen zu machen. Verkehrsminister Jörg Leichtfried spricht in diesem Zusammenhang von "geänderten Lebensrealitäten".

Öffis in der Stadt wichtig
Auch ein starkes Stadt-Land-Gefälle sticht aus den Ergebnissen hervor, wie der ORF berichtet: Im ländlichen Raum überwiegt der motorisierte Individualverkehr, im urbanen wiederum haben die Öffentlichen Verkehrsmittel eine große Bedeutung. So legt der durchschnittliche Landbewohner an Werktagen 56 Prozent seiner Wege mit Pkw oder Motorrad zurück - ein Anstieg um ein Viertel innerhalb von 20 Jahren. In Wien wiederum dominiert der öffentliche Verkehr, der ebenfalls um ein Viertel anstieg. 38 Prozent der Wege werden hier mit Öffis zurückgelegt, 25 im motorisierten Individualverkehr.

Zersiedelung im ländlichen Raum, zu lange Wegstrecken
Wie lässt sich aber erklären, dass bei einem Bevölkerungswachstum von sieben Prozent seit 1995 die Gesamtverkehrsleistung um mehr als 30 Prozent gestiegen ist? Laut dem Verkehrsministerium spielt die Entwicklung im ländlichen Raum eine wesentliche Rolle: Ortskerne werden "entleert", die "Speckgürtel" rund um die Zentren wachsen. Durch die Ansiedelung von Einkaufszentren am Ortsrand werden die Wegstrecken länger und können nicht mehr zu Fuß absolviert werden.

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