Fr, 24. November 2017

Erschoss 9 Schwarze

15.12.2016 21:59

Attentäter von Charleston für schuldig erklärt

Ein Bundesgericht im US-Bundesstaat South Carolina hat den Todesschützen von Charleston, Dylann Roof, schuldig gesprochen. Der 22-Jährige hatte im Juni des Vorjahres während einer Bibelstunde auf schwarze Gläubige geschossen. Er hatte sich selbst als Rassist bezeichnet und sich dazu bekannt, neun Menschen getötet zu haben. Es war der schlimmste rassistische Gewaltakt in der jüngeren Geschichte der USA.

Roof war vor dem Bundesgericht in 33 Punkten angeklagt, unter anderem wegen Mordes und Hassverbrechen. Laut einem Bericht der Zeitung "The Post and Courier" wurde Roof in allen Punkten schuldig gesprochen. Nun wird über das Strafmaß entschieden, die Staatsanwaltschaft fordert die Todesstrafe. Auf das Angebot, im Tausch gegen ein Geständnis die Todesstrafe auszuschließen, war Roof nicht eingegangen.

Die Ermittler hatten im Prozess ein finsteres Bild von dem 22-Jährigen gezeichnet. Bei Roof seien ein Pulli mit dem Aufdruck "88" als Abkürzung für "Heil Hitler" und Tagebücher mit antisemitischen und homophoben Eintragungen gefunden worden, sagten Beamte am Montag vor dem Bundesgericht in Charleston aus.

Eine Welt mit Nazi-Symbolen
In Roofs Wagen sei damals eine handgeschriebene Liste mit sechs Kirchengemeinden gefunden worden, die vorwiegend von afroamerikanischen Gläubigen aufgesucht werden, sagte die Ex-Polizistin Brittany Burke. Auf der Liste stand demnach auch die Methodistenkirche, die Ziel des Anschlags wurde. Außerdem seien eine Schusswaffe und acht Magazine mit Munition beschlagnahmt worden.

In dem Prozess war es auch auch darum gegangen, dass Roof die von ihm genutzte halbautomatische Waffe niemals kaufen hätte dürfen. Erst am 29. Juni 2015 sei er darüber informiert worden, dass Roof den erforderlichen Sicherheitstest nicht vorlegen konnte, sagte der Waffenverkäufer Ronald Thrailkill. Er habe sich an die übliche Drei-Tages-Frist gehalten, in der er von den Behörden keinen Warnhinweis erhalten habe. Roof erwarb die Waffe zwei Monate vor der Tat.

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Redaktion
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