Sa, 17. Februar 2018

Start in Florida

15.12.2016 18:00

Mini-Satelliten zur Beobachtung von Stürmen im All

Mit drei Tagen Verspätung hat die US-Raumfahrtbehörde NASA am Donnerstag eine Flotte von acht Mini-Satelliten zur Beobachtung tropischer Stürme ins All geschickt. Die Satelliten, die nur rund 30 Kilogramm wiegen und sich auf die Größe eines Schwans entfalten, seien an Bord einer Trägerrakete erfolgreich gestartet, heißt es.

Vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida aus wurden die Kleinsatelliten des Cyclon Global Navigation Satellite System (CYGNNS) an Bord einer "Pegasus XL"-Trägerrakete der Firma Orbital ATK in eine erdnahe Umlaufbahn gebracht. Die Rakete war - bevor sie zündete - mit einem Flugzeug, einer umgebauten Lockheed L-1011 TriStar (Bild), über dem Atlantik in eine Höhe von knapp 12.000 Meter gebracht worden.

Kleine und genaue Beobachter
Mit der Mini-Flotte will die NASA die Vorhersage gefährlicher tropischer Stürme verbessern.Die Satelliten, die nur 30 Kilogramm wiegen und sich auf die Größe eines Schwans entfalten, arbeiten mit direkten und reflektierten GPS-Signalen. Sie können auf diese Art Windgeschwindigkeiten und Wellenhöhen an der Meeresoberfläche messen, die konventionellen Wettersatelliten unter dem dichten Wall aus Starkregen und Gewitterwolken, der sogenannten Augenwand des Sturms, verborgen bleiben.

32 Windmessungen pro Sekunden
Hinzu kommt: Während ein großer Satellit nur einmal in 24 Stunden an einer Stelle vorbeifliegt, sammeln die auf der Umlaufbahn verteilten Minisatelliten, die mit ausgeklapptem Sonnensegel nur 170 Zentimeter lang sind, dort etwa alle sieben Stunden neue Daten ein. Das erlaubt Neueinschätzungen in kürzeren Zeitabständen. Die gesamte CYGNNS-Flotte macht auf ihrem Weg entlang tropischer Breitengrade laut NASA-Angaben insgesamt 32 Windmessungen pro Sekunde.

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