Sa, 16. Dezember 2017

Rare Filmaufnahmen

15.12.2016 15:20

Seltenen Omurawal am Great Barrier Reef entdeckt

Vor der Nordostküste von Australien ist ein extrem seltener Omurawal gesichtet worden. Der Betreiber eines Bootsverleihs habe den Meeressäuger beim Schnorcheln am berühmten Great Barrier Reef fotografiert und gefilmt und die Aufnahmen zur Verfügung gestellt, erklärte am Donnerstag die für das Schutzgebiet zuständige Behörde, die Great Barrier Marine Park Authority (GBMPA).

Diese holte ihrerseits Rat bei einem Experten auf Madagaskar, der schließlich anhand der Bilder bestätigte, dass es sich bei dem Tier um einen Omurawal handelte. Es sei das erste Mal überhaupt, dass ein Exemplar des seltenen Wals an dem Korallenriff entdeckt wurde, sagte GBMPA-Sprecher Chris Jones. Die Art sei so selten, dass ein Experte nötig gewesen sei, um sie zu identifizieren.

Laut Jones hat der Skipper des Bootsverleihs "Reef Express" angegeben, dass der Omurawal rund zweimal so lang wie das 8,5 Meter messende Boot, mit dem man unterwegs war, gewesen sei. "Rund 16 Meter, das ist etwa so groß wie ein Buckelwal", wird der GBMPA-Mitarbeiter in der Onlineausgabe der "Brisbane Times" zitiert.

Walart im Jahr 2003 erstmals beschrieben
Die Walart wurde erst im Jahr 2003 erstmals beschrieben und nach dem 1993 verstorbenen japanischen Walforscher Hideo Omura benannt. Bisher ist über ihre Verbreitung und Lebensweise noch sehr wenig bekannt. Die Tiere haben einen schlanken, stromlinienförmigen Körper und eine hohe, sichelförmige Rückenflosse. Lange wurden die Omurawale für kleine Brydewale gehalten, doch DNA-Tests zeigten schließlich, dass es sich um eine eigene Art handelt.

Über die Lebensweise der Tiere ist wenig bekannt. Weltweit sind nach Angaben der Weltnaturschutzunion (IUCN) nur eine Handvoll Omurawale überhaupt entdeckt worden, darunter im Japanischen Meer. Nur neun Exemplare wurden je untersucht, so die IUCN, die die raren Meeressäuger daher auf der Roten Liste der gefährdeten Arten führt.

Wilhelm Eder
Redakteur
Wilhelm Eder
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