Sa, 21. Oktober 2017

Nach Haftentlassung

15.12.2016 16:50

Notorischer Heiratsschwindler fand erneut 5 Opfer

Sein "Geschäft" versteht ein notorischer Heiratsschwindler offenbar perfekt: Mit Gentleman-Auftreten und acht Alias-Namen - auch von zwei Top-Anwälten - gaukelte der Verdächtige nach seiner jüngsten Haftentlassung zumindest fünf Frauen wieder die große Liebe vor. Jetzt sitzt der 51-Jährige erneut hinter Gittern.

Mehrere Jahre seines Lebens verbrachte der Liebesschuft in Haft. Zuletzt klickten in einem Brautmodengeschäft die Handschellen - kaum entlassen, soll der Hochstapler seine kriminelle Masche wieder aufgegriffen haben. Über Partner-Plattformen im Internet suchte er laut Angaben der Betrugsermittler des Landeskriminalamtes Niederösterreich auch diesmal wieder gezielt Opfer, zumeist Akademikerinnen, aus. Zurück bleiben zerbrochene Träume und Riesenschulden.

"Weiß nicht, wie es weitergeht"
Auch eine Lehrerin glaubte, ihren Lebensmenschen gefunden zu haben - und verlor 400.000 Euro. Sie lernte den Heiratsschwindler bei einem Haft-Freigang kennen, hielt sogar zu ihm, als er erneut verurteilt wurde. "Ich habe ihm Briefe geschrieben und gehofft, dass er bald wieder freikommt", erzählt die Akademikerin aus Niederösterreich mit zitternder Stimme, ungläubig über sich selbst. Jetzt steht die 49-jährige zweifache Mutter vor den Trümmern ihrer Existenz: "Ich habe kein Haus mehr, weiß nicht, wie es weitergeht."

Acht Alias-Identitäten
Alexander Maximilian Kresbach tritt mit acht Alias-Identitäten an die Damen heran. Der 51-jährige Verdächtige hat ein derart gewinnendes Wesen, dass ihm selbst Zellenkameraden Geld für Vermittlungsgebühren für Top-Anwälte anvertrauten. Zwei Namen ebendieser Promi-Juristen verwendete der mutmaßliche Liebesschuft auch selbst. Nachdem erneut sechs Frauen Hunderttausende Euro verloren, ging der Casanova in Tirol ins Netz. Jetzt wartet der nächste Betrugsprozess.

Hinweise werden unter der Telefonnummer 059/133-30-3333 erbeten.

Christoph Budin und Matthias Lassnig, Kronen Zeitung

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