Di, 20. Februar 2018

400 Euro Geldstrafe

14.12.2016 23:59

Waffennarr kam vor Gericht glimpflich davon

Es gibt wohl nichts, was nicht gesammelt wird. Doch wenn es sich um Waffen handelt, schaut der Gesetzgeber nicht immer zu. Ein Innsbrucker hatte verbotenes Kriegsmaterial gehortet und bekam dafür nun 800 Euro Geldstrafe aufgebrummt.

Andere sammeln Uhren, Swarovski-Tiere oder die Inhalte von Überraschungseiern. Einem Innsbrucker Pensionisten haben es Waffen angetan. Der 54-Jährige, der früher sogar einen Waffenschein besaß, kann wahrhaftig als "Waffennarr" bezeichnet werden. Denn die Polizei fand bei ihm eine Pumpgun, ein Maschinengewehr, mehrere Pistolen und Revolver, Teleskopschlagstöcke, fünf Schlagringe, ein Sturmgewehr und dazu auch Patronen, eine davon "panzerbrechend".

"Schlagstöcke wurden mir zugesteckt"

"Die Schlagstöcke wollte ich gar nicht haben. Aber auf einem Markt in Tschechien haben mir irgendwelche chinesische Händler diese einfach in meine Taschen gesteckt", rechtfertigte sich der Angeklagte am ersten Prozesstag im November vor Richter Norbert Hofer.

Da damals aber nicht geklärt werden konnte, ob es sich bei den gefundenen Waffen um verbotenes Material handelt, wurde ein Gutachter beauftragt. Dieser stellte am Mittwoch am Innsbrucker Landesgericht unmissverständlich klar, dass Maschinengewehr und Co. unter das Kriegsmaterialien-Gesetz fallen und verboten seien. Er habe fahrlässig gehandelt, sagte der Richter und verurteilte ihn zu 800 € Geldstrafe, die Hälfte davon auf Bewährung.

Stefan Ruef
Stefan Ruef
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden